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Vergütung kritisiert : Kliniken fordern mehr Geld

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Kliniken seien wesentlich für die Aufrechterhaltung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum verantwortlich, erhielten für ambulante Leistungen aber keine faire Vergütung, heißt es in einem Positionspapier der LKB.

Die Landeskrankenhausgesellschaft (LKB) Brandenburg hat von der Landesregierung neue Finanzierungsmodelle gefordert. Die Kliniken seien wesentlich für die Aufrechterhaltung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum verantwortlich, erhielten für ambulante Leistungen aber keine faire Vergütung, heißt es in einem Positionspapier der LKB. Im Schnitt würden nur 30 Euro für eine Notfallbehandlung erstattet, dies sei nicht kostendeckend, so der LKB-Geschäftsführer Jens-Uwe Schreck.

Zugleich fordern die Kliniken mehr Mittel für die Anschaffung von medizinischen Geräten, die nach Verschleiß ausgetauscht werden müssen. Jährlich würden dafür 180 Millionen Euro benötigt, erklärt Schreck. Das Land gewähre indes eine Pauschale, die nur die Hälfte dieser Kosten abdeckt. Dies sei wesentlicher Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Häuser. „Man muss ständig umschichten.“ Zudem plädieren die Kliniken für einen Ausbau der Krankenpflegeschulen.

„Den Forderungen der LKB ist grundsätzlich zuzustimmen, wobei jede Klinik in Brandenburg auch mit individuellen Problemen zu kämpfen haben“, so der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Prignitz, Karsten Krüger. Die ambulanten Notfallbehandlungen seien meist nicht kostendeckend. „Hier müsste kurzfristig mit aufwandsentsprechenden Vergütungen gearbeitet werden“, fordert Krüger.

Weiterhin sei der Austausch von teuren Geräten, die häufig aufgrund medizinisch-technischer Entwicklungen ersetzt werden müssten, mit den Fördermitteln schwierig zu realisieren, so der Geschäftsführer.

Die 53 Krankenhäuser im Land haben nach Angaben der LKB im Vorjahr 550 000 Patienten stationär sowie 660 000 ambulant versorgt. Damit erzielten sie knapp zwei Milliarden Euro Umsatz.

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