zur Navigation springen

Windkraft : Kein Mindestabstand zu Windrädern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Land will keine Einschränkungen

von
erstellt am 05.Okt.2014 | 17:48 Uhr

In Brandenburg wird es auch in Zukunft keinen Mindestabstand zwischen Windrädern und Wohngebieten geben. Eine pauschale Abstandsregelung für den Bau von Windenergieanlagen sei kein gutes Instrument, erklärte Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Potsdamer Landtag.

Bürgerinitiativen und Umweltschützer fordern seit langem, zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen einen Mindestabstand von 2000 Metern einzuhalten und für die Anlagen keinen Wald zu roden.

CDU-Landtagsfraktionschef Michael Schierack favorisiert ein Abstandsfaktor von zehn, teilte er gestern mit. Das würde bedeuten, dass ein Windkraftrad mit einer Nabenhöhe von 250 Meter mindestens 2500 Meter von der nächstliegenden Wohnbebauung entfernt sein muss. Das würde laut Schierack die Akzeptanz der Bürger steigern.

Vogelsänger lehnt dies ab. Solche Abstände führten zu einer „erheblichen Reduzierung der für Windkraft nutzbaren Flächenpotenziale“. Der Minister betonte, dass mit der Regionalplanung in Brandenburg ein erprobtes Instrument zur Steuerung der Abstände von Windrädern zu Wohngebieten existiere. Damit sei die rechtssichere Abwägung der gegensätzlichen Interessen zwischen Bürgern und Energieunternehmen am besten möglich. In Brandenburg stehen fast 3500 der Anlagen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen