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Schleusungen von Flüchtlingen haben zugenommen : Immer mehr illegale Migration

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Diese Entwicklung hält nach Beobachtungen der Bundespolizeidirektion Berlin allerdings nicht an. „Die überwiegende Anzahl der festgestellten Schleuser waren 2013 polnische Staatsangehörige“, schilderte der Sprecher.

Schleusungen und unerlaubte Einreisen von Flüchtlingen haben im vergangenen Jahr auch in Berlin und Brandenburg deutlich zugenommen. Die Bundespolizei fasste 251 Schleuser - ein Anstieg um 93 Prozent gegenüber 2012. Zudem stellten die Beamten 2308 Flüchtlinge, die unerlaubt eingereist sind. Dies sei eine Steigerung um 43 Prozent gewesen, sagte ein Sprecher.

Diese Entwicklung hält nach Beobachtungen der Bundespolizeidirektion Berlin allerdings nicht an. Entgegen dem Bundestrend und ungeachtet der weltweiten Konflikte sei die Anzahl der Fälle 2014 in der Region aber bislang zurückgegangen. „Die überwiegende Anzahl der festgestellten Schleuser waren 2013 polnische Staatsangehörige“, schilderte der Sprecher. Die illegal Eingereisten seien meist Staatsangehörige der Russischen Föderation gewesen.

Auch 2276 Menschen, die sich unerlaubt in Berlin und Brandenburg aufhielten, seien überwiegend Russen gewesen. Bundesweit stieg die Anzahl der unerlaubt Eingereisten 2013 um 26,7 Prozent auf 32 533 Menschen.

Es wurden 1535 Schleuser gefasst. Im Vorjahr waren es noch 900 war dies laut Behörde ein Anstieg um 70,6 Prozent.

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, schlägt Alarm: Bundesweit sie die Tendenz für 2014 sei weiter steigend. Im laufenden Jahr sei die Anzahl der illegal eingereisten Menschen von 2013 schon bald überschritten, sagte er bei der Vorstellung des Jahresberichts 2013 in der vergangenen Woche. Die deutliche Zunahme führt das Bundespolizeipräsidium vor allem auf die Krisenherde in Syrien oder Nordafrika zurück. Die meisten illegal eingereisten Menschen kamen nach der Statistik der Behörde in Potsdam aus Syrien, der Russischen Föderation sowie Afghanistan und Eritrea.

Romann erneuerte seine Kritik an der Flüchtlingspolitik: „Unter den derzeitigen europarechtlichen Vorgaben erscheint mir eine Steuerung der Zuwanderung zunehmend schwierig.“ Seine Behörde beobachtet derzeit vor allem im Süden eine starke Zunahme illegaler Einwanderung. Allein am zweiten Augustwochenende (8. bis 10.) registrierte die Bundespolizei laut Angaben in Bayern 141 unerlaubt eingereiste Menschen, in Baden-Württemberg waren es 65.

Derweil stellen sich die Beschäftigten von Bundespolizei und Zoll mit einer bundesweiten Kampagne Hass und Gewalt entgegen. Die Internet-Aktion „Kein Platz für Rassismus - gegen Hass und Gewalt“ startet am 26. August, teilte die Gewerkschaft der Polizei gestern mit.

Der Auftakt ist in Potsdam, dem Sitz des Präsidiums der Bundespolizei, geplant. Mit Sportlern des SC Potsdam und Schülern einer Gesamtschule soll ein Video für die Kampagne gedreht werden. Die Beamten seien im Alltag mit der Not und dem Elend von Flüchtlingen konfrontiert, sagte Gewerkschafter Jörg Radek, Vorsitzender des Bezirks Bundespolizei.

„Zugleich sind wir oft selbst dem Vorwurf des Rassismus ausgesetzt.“ Gegen dieses Vorurteil solle ein deutliches Zeichen gesetzt werden.


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