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Tätliche Angriffe weiter die Ausnahme : Immer mehr Gewalt gegen Lehrer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

„Wir sehen eine Zunahme von Fällen, von Beschimpfungen und Mobbing im Internet bis hin zu tätlichen Übergriffen“, sagte der Landesvorsitzende Günther Fuchs. „Die Hemmschwelle sinkt immer weiter und Verunglimpfungen von Lehrern nehmen besorgniserregend zu.“

Die Brandenburger Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft warnt vor zunehmender Diskriminierung und Gewalt von Schülern gegenüber ihren Lehrern. „Wir sehen eine Zunahme von Fällen, von Beschimpfungen und Mobbing im Internet bis hin zu tätlichen Übergriffen“, sagte der Landesvorsitzende Günther Fuchs. „Die Hemmschwelle sinkt immer weiter und Verunglimpfungen von Lehrern nehmen besorgniserregend zu.“


Tätliche Angriffe weiter die Ausnahme


Häufig akzeptierten es Schüler nicht, wenn Lehrer sich in Auseinandersetzungen einschalteten und die Streithähne trennten. Allerdings seien tätliche Angriffe weiter die Ausnahme.

Fuchs beklagte, dass das Ministerium zu wenig in die Gewaltprävention investiere. „Es fehlen Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter“, meinte der Gewerkschafter. So gebe es in Brandenburg nur einen Schulpsychologen für 12 000 Schüler. Im Bundesdurchschnitt sei ein Psychologe für etwa 6000 Schüler normal. „Alle unsere Vorstöße, die Schulen bei der Prävention besser auszustatten, wurden aber mit Verweis auf die Finanzlage abgelehnt“, sagte Fuchs.

Der Sprecher des Bildungsministeriums, Stephan Breiding, wies die Vorwürfe zurück. In Brandenburg seien 30 Schulpsychologen im Dienst, mit dem Verhältnis zur Zahl der Schüler liege Brandenburg im Mittelfeld der Bundesländer. „Es gibt Länder, in denen es viel weniger gibt“, sagte er.

Zudem seien an 200 der insgesamt 900 Schulen Sozialarbeiter tätig. „Allein die Schulpsychologen werden es nicht richten“, betonte Breiding. Diese Experten seien in erster Linie bei schwerwiegenden Fällen, etwa dem Tod eines Mitschülers, im Einsatz. „Für die Prävention müssen Lehrer, Eltern und Sozialarbeiter zusammenarbeiten.“ Außerdem seien die Jugendlichen selbst gefragt. „Dafür haben wir an vielen Schulen Gewalt-Präventionsprojekte.“

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