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Gericht stoppt Weiterbau der A 14

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Abschnitt von Magdeburg bis Stendal soll sich um ein Jahr, bis 2018, verzögern

svz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Der weitere Bau der Autobahn 14 zwischen Colbitz und Dolle nördlich von Magdeburg ist von Richtern vorerst gestoppt worden. Das Bundesverwaltungsgericht erklärte gestern in Leipzig die dem Abschnitt zugrunde liegenden Planungen für rechtswidrig und nicht vollziehbar. Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat jedoch die Möglichkeit, die von den Richtern festgestellten Mängel zu beseitigen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte gegen den Bau des Abschnitts geklagt.

Daher wird sich die Fertigstellung der A14 von Magdeburg bis Stendal nach Angaben von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) nun um ein Jahr verzögern. Die Trasse werde 2018 befahrbar sein, zuvor war mit 2017 gerechnet worden, sagte Webel. Er begrüßte das Urteil. „Das die grünste Autobahn Deutschlands gebaut wird, daran besteht kein Zweifel“, sagte der Minister. Die vom Gericht zugestandenen Ergänzungen würden nun schnell umgesetzt.

Die Leipziger Richter stellten fest, dass nach einer Änderung der ursprünglichen Planungen eine erneute Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig gewesen wäre. Zudem hätte es für den neu geplanten Abschnitt zwischen Colbitz und Dolle eine erneute Anhörung geben müssen. Auch hätten es die Planer versäumt, Kompensationsmaßnahmen für die mit dem Bau verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft neu festzusetzen.

Die festgestellten Mängel reichten aus, um den Planfeststellungsbeschluss zu kippen. Dagegen drang der BUND mit zahlreichen weiteren Einwänden gegen die Planungen mit Blick auf den Natur- und Artenschutz nicht durch. „Das Urteil ist ein herber Rückschlag, auch wenn die meisten Einwände abgewendet wurden“, kommentierte der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende Marcus Faber.

Derweil sieht der Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz, Uwe Büttner, die Entscheidung gelassen. „Wir sehen das positiv. Es sind Fehler gemacht worden, diese müssen nachgebessert werden und dann geht es weiter. Wir hatten hier in der Prignitz ähnliche Hürden – das bedeutet keinesfalls einen generellen Baustopp“, erklärte Büttner. Seite 3

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