Für Langzeitarbeitslose: : Förderprogramm soll Armut abbauen

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Die betroffenen Menschen sollten in kleinen Schritten intensiv auf eine Beschäftigung vorbereitet werden.

svz.de von
10. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Brandenburg will Langzeitarbeitslose besser unterstützen. Dafür soll Mitte 2015 ein neues Förderprogramm starten, teilte Arbeitsministerin Diana Golze (Linke) in Potsdam mit. Die betroffenen Menschen sollten in kleinen Schritten intensiv auf eine Beschäftigung vorbereitet werden.

„Ziel ist es, sie langfristig und nachhaltig in reguläre Arbeit zu integrieren“, erklärte Golze. Das neue Programm wende sich vor allem an Erwerbslose mit Kindern und Langzeitarbeitslose, die beispielsweise keine Ausbildung hätten oder schon viele Jahre aus dem Job raus seien.

In Brandenburg sind laut Arbeitsmarktbericht 2013/14 des Ministeriums mehr als 50 000 Menschen seit mehr als einem Jahr und länger arbeitslos. Das sind 40 Prozent aller Arbeitslosen im Land - ein Prozent mehr als 2012. Diese Personengruppe profitiert damit kaum von dem Aufschwung, der landesweit zu sinkenden Arbeitslosenzahlen führt. Mit 9,9 Prozent im Jahresdurchschnitt wurde 2013 die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wende erreicht.

Mit dem Programm sollen Betroffene intensiv und individuell betreut werden. Dafür sollen landesweit Sozialpädagogen eingestellt werden. Sie sollen herausfinden, welche Maßnahmen nötig sind für die Rückkehr ins Arbeitsleben und als Ansprechpartner dienen.

Bis 2020 will das Land insgesamt mehr als 72 Millionen Euro von EU, Bund und Land investieren, um Arbeitslosigkeit und Armut abzubauen. Ein Großteil des Geldes soll in das neue Förderprogramm fließen.

Golze begrüßte Pläne von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zur öffentlich geförderten Beschäftigung. Die bislang geplante Zahl von 10 000 Stellen bundesweit sei jedoch viel zu niedrig, kritisierte Golze. Die Ministerin plant auch für Brandenburg einen Neuanlauf für einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor (ÖBS). Im November waren in Brandenburg 14 208 Arbeitslose gemeldet, 9550 weniger als im November 2013. Im Vergleich der 16 Bundesländer nahm Brandenburg damit den zwölften Platz ein.

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