Sommerhochwasser : Flutschäden sind geringer als erwartet

Mehrere Gehöfte standen im Juni 2013 in Breese unter Wasser.
Mehrere Gehöfte standen im Juni 2013 in Breese unter Wasser.

48,4 Millionen Euro sind ausgezahlt / Anmeldefrist ist abgelaufen

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01. Dezember 2014, 16:25 Uhr

Zur Beseitigung von Flutschäden nach dem Sommerhochwasser im vergangenen Jahr sind in Brandenburg bislang 48,4 Millionen Euro an Hilfeleistungen geflossen. Das erklärte Matthias Haensch, Sprecher der Investitionsbank (ILB).

Bis auf Einzelfälle seien keine weiteren Auszahlungen mehr zu erwarten, sagte Haensch. Die Anmeldefrist für alle Programme sei bereits abgelaufen. Damit waren die Schäden im Land geringer als zunächst angenommen. Nach der Flut hatte Brandenburg die Gesamtsumme auf rund 92 Millionen Euro geschätzt.

Das meiste Geld floss mit 28,7 Millionen Euro in die Sanierung von Straßen, Gebäuden und Anlagen. Knapp 330 Landwirte, deren Felder überflutet waren, erhielten insgesamt rund 19,4 Millionen Euro.

Die Schäden bei Firmen und Privatleuten waren eher gering. Fünf Firmen erhielten insgesamt 45 000 Euro Soforthilfe und zehn geschädigte Bürger gut 227 000 Euro für die Instandsetzung ihrer Wohnungen.

Schwerpunkte waren neben Vorsorgemaßnahmen im Spreewald und in Cottbus die an der Elbe gelegenen Städte Wittenberge und Bad Wilsnack, das Amt Rhinow, das Milower Land, Herzberg und Mühlberg. In der Prignitz waren besonders Breeser Grundstücke betroffen. Ihre Besitzer können jetzt aufatmen. Vor einer Woche begann der Deichbau vor ihren Haustüren, bereits in wenigen Wochen soll ein Grundschutz gegeben sein, kündigte das Landesumweltamt als Bauherr an.

Bund und Länder hatten einen Fluthilfefonds in Höhe von acht Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Dieser Fonds wird vermutlich nicht ausgeschöpft. In der vergangenen Woche hatten die Ministerpräsidenten der Länder jedoch die Idee abgelehnt, Hilfen für Flüchtlinge mit den nicht abgerufenen Geldern zu bezahlen.

Der Bund hat nun aber für die Unterbringung der Asylbewerber in den kommenden zwei Jahren Unterstützung von einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt, die über Festbeträge aus der Umsatzsteuer fließen sollen.


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