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Viele Veranstaltungen : Brandenburger und Polen feiern gemeinsam

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ein Stück Normalität am Europatag in Frankfurt (Oder) und Slubice.

Mit rund 40 Veranstaltungen haben die Grenzstädte Frankfurt (Oder) und Slubice am Freitag gemeinsam den Europatag gefeiert. Eröffnet wurde das Programm vom brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD), der vor Schülern die Annäherung zwischen Deutschen und Polen würdigte. In der Grenzregion sei in den vergangenen Jahren eine „riesengroße Normalität gewachsen“, sagte er bei einer Veranstaltung auf der Grenzbrücke zwischen den beiden Städten. Das sei noch wichtiger als etwa die gute Entwicklung der Wirtschaftskontakte mit Polen.

„In den letzten zehn Jahren ist das Wahrheit geworden, was wir vor zwanzig oder dreißig Jahren nicht zu träumen gewagt hätten: Dass gerade in der Grenzregion aus Nachbarn Freunde geworden sind.“ Das sei die Basis, auf der man weiter aufbauen könne. Ein Höhepunkt des Festtags war die Simulation einer Sitzung des Europäischen Parlaments: Rund 100 deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler schlüpften einen Tag lang in die Rolle von EU-Parlamentariern. Thema war die Asyl- und Migrationspolitik der EU.

Kritischen Fragen zum Thema Grenzkriminalität stellten sich am Nachmittag bei einem Bürgerforum Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) und Polizeipräsident Arne Feuring. Beide betonten die gute Zusammenarbeit mit den polnischen Partnern. Man sei an der Oder in vielen Punkten weiter als an den westlichen Grenzen, sagte Feuring.

Ein weiterer großer Schritt sei das anstehende Abkommen zwischen beiden Ländern über die Zusammenarbeit der Polizei-, Grenz- und Zollbehörden. Es soll am kommenden Donnerstag (15. Mai) unterzeichnet werden. Den Vorwurf eines Viadrina-Professors, die Polizei agiere in puncto Grenzkriminalität ohne Konzept, wies Holzschuher zurück.

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