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Flüchtlinge in Brandenburg : Böllerverbot an Flüchtlingsheimen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ein Zeichen der Rücksichtnahme fordert der Städte- und Gemeindebund Brandenburg.

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 10:18 Uhr

Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg hat sich für ein Verbot von Böllern vor Flüchtlingsunterkünften ausgesprochen.„Das würde ein Zeichen der Rücksichtnahme setzen“, sagte Geschäftsführer Karl-Ludwig Böttcher gestern unserer Redaktion. Laute Silvesterkracher könnten traumatisierte Flüchtlinge an ihre Kriegserfahrungen erinnern, warnte er. Die Ordnungsbehörden der Kommunen seien gut beraten, entsprechende Verbote zu prüfen und auszusprechen.

In Deutschland darf auch Silvester nicht überall geknallt werden. In der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz heißt es: „Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen, Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten.“ Kommunen können weitere Verbotsbereiche bestimmen.

In den Niederlanden schränken immer mehr Städte das Knallen zum Jahreswechsel ein. Verbotszonen bilden die Umgebung von Altersheimen, Streichelzoos und einigen Asylzentren.

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