zur Navigation springen

Schulterschluss mit den Verantwortlichen in den Kreisen : „Asylgipfel“ angedacht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Brandenburgs Landesregierung will angesichts der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen deren Aufnahme in den Kommunen besser koordinieren.

Brandenburgs Landesregierung will angesichts der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen deren Aufnahme in den Kommunen besser koordinieren. Für den 23. Januar lädt Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Kommunalpolitiker zu einem „Asylgipfel“ in Potsdam, wie die Staatskanzlei jetzt mitteilte. Dabei sollen die zuständigen Ressortchefs für Inneres, Soziales und Bildung, Karl-Heinz Schröter (SPD), Diana Golze (Linke) und Günter Baaske (SPD), über die Situation aus Sicht der Landesregierung berichten.

„Wir suchen den Schulterschluss mit den Verantwortlichen in den Kreisen und Kommunen“, betonte Woidke. Die Menschen vor Ort sollen frühzeitig informiert werden. Bei den Beratungen gehe es um die Lage in der Erstaufnahme und die Verteilung der Flüchtlinge im Land. Auch die sozialen Rahmenbedingungen seien Thema, ebenso die Bildungsangebote für Kinder, teilte die Staatskanzlei mit. Brandenburg hat 2014 rund 6100 Flüchtlinge aufgenommen, fast doppelt so viele wie 2013. Angesichts der anhaltend schwierigen Lage in zahlreichen Krisenregionen der Welt rechnet das Bundesamt für Migration mit weiter steigenden Flüchtlingszahlen.

Nach Einschätzung von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) könnten 2016 monatlich bis zu 1000 neue Asylsuchende nach Brandenburg kommen. Die Kapazität für die Erstaufnahme des Landes soll darum bis Ende 2015 auf 3000 Plätze ausgebaut werden.

Ende Dezember wurde in Ferch (Potsdam-Mittelmark) eine neue Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung eröffnet, wo derzeit 50 Flüchtlinge untergebracht sind. Eine Erweiterung auf bis zu 280 Plätzen ist bis zum Sommer geplant. Zudem soll die ehemalige Lausitz-Kaserne in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) als Flüchtlingswohnheim genutzt werden. Knapp 800 Asylbewerber könnten dort vorübergehend Platz finden.

Die Unterkünfte sollen helfen, die Zentralstelle in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) zu entschärfen. Dort sind laut Schröter derzeit etwa 1200 Menschen untergebracht. Anfang Dezember seien es noch 1700 gewesen, sagte er der „Berliner Morgenpost“. Alle Landkreise hätten sich bemüht, die ihnen zugewiesenen Flüchtlinge und Asylbewerber aufzunehmen. 2014 hätten jedoch nicht alle Landkreise und Städte ihre Quote erfüllen können. Laut Schröter wird dies aber Anfang dieses Jahres gelingen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen