„Stadt-Umland-Wettbewerb“ : 20 Millionen Euro gewinnt die Prignitz

Zwei Projekte aus dem Kreis setzen sich im landesweiten Stadt-Umland-Wettbewerb durch

svz.de von
28. September 2015, 12:17 Uhr

Die Prignitz ist der große Sieger im ersten „Stadt-Umland-Wettbewerb“ der Landesregierung. Unter den insgesamt vier prämierten Projekten finden sich mit der „Familienfreundlichen Region Westprignitz“ und dem Projekt „Leben im ländlichen Raum – Zukunft gestalten“ gleich zwei Projekte aus dem Landkreis.

Während an der „Familienfreundlichen Region Westprignitz“ die Kommunen Wittenberge, Perleberg, Karstädt, Bad Wilsnack, Lenzen, Plattenburg und das Landesamt für Umweltschutz, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) beteiligt sind, ist das Projekt „Leben im ländlichen Raum“ von der Stadt Pritzwalk, der Stadt Wittstock und den Gemeinden Groß Pankow, Heiligengrabe, Meyenburg, Putlitz-Berge und dem Verein Wachstumskern „Autobahndreieck Wittstock Dosse“ eingereicht worden.

Beide Projekte erhielten jeweils etwa zehn Millionen Euro aus den Fördertöpfen der EU. Zudem wird ein Projekt der Region Neuruppin mit 14 Millionen Euro und ein Projekt aus Finsterwalde (Elbe-Elster) mit 18 Millionen Euro gefördert.

Mit dem Stadt-Umland-Wettbewerb schüttet das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung insgesamt 213 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds, dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums an die Kommunen aus. Zum ersten Mal werden diese Mittel gebündelt verteilt, betonte der Juryvorsitzende Dirk Ahner am Montag in Potsdam.
Hintergrund ist, dass Brandenburg wegen seiner guten wirtschaftlichen Entwicklung in der laufenden Förderperiode deutlich weniger Geld aus den europäischen Fördertöpfen erhält, als in den Jahren zuvor. „Es geht darum, die Fonds zu koppeln“, sage Infrastrukturministerin Kathrin Schneider. Gefördert werden deswegen Projekte, die zu einer stärkeren Kooperation zwischen den Kommunen führen.


Verlierer hoffen auf die zweite Runde


„Davon profitieren die Bürgerinnen und Bürger, es profitieren aber auch die Kommunen und letztlich auch das Land.“ In der ersten Runde des Wettbewerbs hatten insgesamt zwölf Kommunen Beiträge eingereicht.

Vier davon werden nun mit insgesamt 53 Millionen Euro gefördert. Die im Topf verbliebenen 160 Millionen werden in einer zweiten Runde, deren Einsendeschluss der 31. Oktober ist, an weitere Kommunen verteilt.

 
Reaktionen der Bürgermeister und Beispiele für die Projektideen auf Seite 7

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen