Brandenburg : 16 000 Flüchtlinge seit Jahresbeginn

Ein Vater aus Syrien mit kleinem Sohn im Arm am Bahnhof in Schönefeld.
Ein Vater aus Syrien mit kleinem Sohn im Arm am Bahnhof in Schönefeld.

Wieder Hunderte Neuankömmlinge in Brandenburg eingetroffen

svz.de von
28. September 2015, 14:52 Uhr

Brandenburg rechnet damit, bis auf weiteres rund 250 Asylbewerber täglich aufnehmen zu müssen. Davon gehe der Koordinierungsstab Asyl aktuell aus, teilte das Innenministerium am Montag in Potsdam mit. Innenstaatssekretär Matthias Kahl sprach von einer „riesigen Herausforderung“, ein in diesen Tagen arg strapaziertes Wort. Es würden zwingend täglich neue Unterkünfte gebraucht. „Das gilt sowohl für das Land als auch die Landkreise und die kreisfreien Städte, auf welche die Flüchtlinge nach der Erstaufnahme verteilt werden müssen.“

Am Montagmittag traf am Bahnhof Berlin-Schönefeld Flughafen ein weiterer Sonderzug aus Salzburg mit mehreren hundert Flüchtlingen ein. Davon wurden knapp 180 Menschen nach Brandenburg gebracht, wie eine Sprecherin des Innenministeriums sagte.

Am Abend wurden im Land noch zwei Busse aus Bayern mit jeweils etwa 50 Menschen erwartet.

In das Land Brandenburg kamen seit Jahresbeginn bisher etwa 16 000 Flüchtlinge, allein im September waren es bislang fast 6000. Im gesamten Vorjahr waren es rund 6300 Asylsuchende, die in der Mark registriert wurden.

In der Erstaufnahmestelle des Landes in Eisenhüttenstadt und den Außenstellen waren am Montagmorgen nach Ministeriumsangaben mehr als 4400 Menschen untergebracht, davon rund 3000 in Notquartieren. Etwa 4700 Plätze waren zum selben Zeitpunkt belegbar.

Auch für Dienstag wird nach Ministeriumsangaben im Land Brandenburg wieder ein Zug mit mehreren hundert Flüchtlingen aus Salzburg in Schönefeld erwartet.

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