Buga-Tore bleiben geschlossen : Baum-Gutachter untersucht tödliches Unglück

Geschlossen: Nach dem tödlichen Unfall haben Besucher in Rathenow keinen Zutritt zum Buga-Gelände.
Geschlossen: Nach dem tödlichen Unfall haben Besucher in Rathenow keinen Zutritt zum Buga-Gelände.

Nach dem Tod eines 49-Jährigen haben Besucher keinen Zutritt mehr zur Bundesgartenschau in Rathenow.

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15. Juni 2015, 21:00 Uhr

Nach dem tödlichen Unfall eines 49-Jährigen auf der Bundesgartenschau in Rathenow hat die Potsdamer Staatsanwaltschaft einen Baum-Gutachter eingeschaltet (wir berichteten gestern). Ein Buga-Besucher war am Samstagabend während eines Unwetters von einem herabstürzenden Ast erschlagen worden.

„Wir konzentrieren uns auf die Frage, ob der Baum ausreichend standsicher war“, sagte Behördensprecher Nils Delius gestern. Vor dem Unfall hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mehrere Unwetterwarnungen herausgegeben. „Die Frage, ob der Veranstalter das Gelände hätte schließen müssen, spielt derzeit bei den Ermittlungen keine Rolle“, sagte Delius.

Der Unfall hatte sich gegen 17.50 Uhr ereignet, eine halbe Stunde zuvor hatte der DWD vor schweren Gewittern mit Hagel und Sturmböen im Havelland gewarnt. „Das heißt aber nicht automatisch, dass der Veranstalter das Gelände hätte evakuieren müssen“, sagte DWD-Sprecherin Linda Jäckel. „Das muss der Veranstalter jeweils nach der Art des Ereignisses und seinem Sicherheitskonzept entscheiden.“ Dies sei auch deswegen sehr schwierig, weil schwer vorherzusehen sei, an welchem Ort sich ein Gewitter entlädt. „Das kann dann oft sehr schnell gehen“, meinte Jäckel.

Der Buga-Zweckverband wollte sich gestern nicht zu den Ermittlungen äußern. Weitere Informationen werde es erst heute Nachmittag auf einer Pressekonferenz geben, sagte Buga-Sprecherin Amanda Hasenfusz.

Das Gelände in Rathenow bleibt wegen der Aufräumarbeiten mit Ausnahme des Aussichtsturms bis Freitag geschlossen. Geöffnet sind Brandenburg/Havel, Premnitz, Stölln und Havelberg.

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