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Gegen Kürzungen : Bauernverband will in Brüssel trommeln

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Brandenburger Landwirte und Finanzminister Görke morgen bei EU-Vertretern

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Brandenburger Landwirte wollen in Brüssel für ihre Anliegen trommeln. Bei Gesprächen mit EU-Vertretern wollen sie vor Kürzungen bei Beihilfen warnen. „Die Bewahrung des ländlichen Raumes, Klimaschutz oder Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft: Dafür brauchen wir Geld“, sagte der Präsident des Landesbauernverbandes, Henrik Wendorff. „Man kann nicht überall den Rotstift ansetzen und dann mit weniger mehr machen. Das wird nicht funktionieren.“

Auf Initiative von Finanzminister Christian Görke (Linke) reisen Vertreter des Landesbauernverbandes gemeinsam mit ihm am morgigen Mittwoch zu einem Arbeitsbesuch nach Brüssel. Geplant ist unter anderem ein Gespräch mit EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger.

Aus Sicht von Wendorff sind Besonderheiten der Brandenburger Agrarwirtschaft nicht immer ausreichend vertreten. „Wir müssen sehen, dass wir uns dort gut präsentieren“, betonte er.

Insbesondere in den ostdeutschen Ländern gebe es andere Strukturen. Die Betriebe seien dort oft größer, mit Ackerflächen von bis zu 5000 Hektar, zahlreichen Angestellten und vielen Tieren. „Das unterscheidet uns vom überwiegenden Teil der Betriebe in Europa“, sagte er. „Wir haben die Befürchtung, dass das nicht ausreichend berücksichtigt wird.“ „Wir sorgen uns, ob die bisherigen Mittel ausreichen, um die Herausforderungen in der Landwirtschaft zu bewältigen“, betonte er.

Mit dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU schrumpfe auch der Haushalt. Die Finanzierung müsse neu geregelt werden. „Jetzt muss Europa sich positionieren, welchen Wert künftig die Landwirtschaft und der ländliche Raum haben. Das durch Einkürzungen auszugleichen, halten wir nicht für den richtigen Weg“, betonte Wendorff. Die bisherigen Mittel reichten schon jetzt nicht aus, um die Herausforderungen zu bewältigen.

In Brandenburg gibt es rund 5600 Agrarbetriebe. Davon sind 1400 im Landesbauernverband organisiert.

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