Nördlicher Berliner Ring : Autobahnen werden zum Nadelöhr

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Nördlicher Berliner Ring wird zur Großbaustelle

svz.de von
25. August 2016, 05:00 Uhr

Autofahrer müssen sich in den kommenden Jahren auf erhebliche Einschränkungen auf dem Weg nach Berlin einstellen. Der Berliner Senat kündigte gestern weitere Bauarbeiten an einer Autobahn vom nördlichen Berliner Ring in Richtung Stadtmitte an. Betroffen ist die A 111, der sogenannte Oranienburg Zubringer, der von vielen Pendlern und Reisenden zum Flughafen Tegel genutzt wird. Wie die Senatsbauverwaltung bekannt gab, soll die Strecke ab 2019 zwischen dem Dreieck Charlottenburg und der Stadtgrenze zum Landkreis Oberhavel ausgebaut werden. Neben der Fahrbahn werden alle Anschlussstellen, mehr als 30 Brücken und vier Tunnel gebaut oder saniert. Wie lange die Arbeiten dauern, ist noch unklar. „Wir sind vorsichtig mit Prognosen, die Planung wurde erst in Auftrag gegeben“, sagte eine Sprecherin.

Die Erneuerung der A 111 fällt mitten in Bauarbeiten, die an der A 114 geplant sind. Die Autobahn verbindet den nördlichen Berliner Ring vom Autobahndreieck Pankow mit dem Berliner Stadtzentrum. Dort sollen die ersten Arbeiten Ende kommenden Jahres starten. Das Projekt umfasst zehn Brücken sowie den Tausch der Betonfahrbahn aus DDR-Zeiten durch Flüsterasphalt.

Die Senatsbauverwaltung kündigte an, parallele Streckensperrungen der A111 und A 114 vermeiden zu wollen. Wie das realisiert werden kann, ist allerdings noch unklar. Ein entsprechendes Verkehrskonzept soll noch erarbeitet werden.

Bereits seit Juli wird am südlichen Berliner Ring an der A113 (Schönefeld) gebaut. Dort sind mehrere Abfahrten gesperrt und Fahrspuren eingeengt. Zudem gilt ein Tempolimit. In den vergangenen Tagen gab es dort auch wegen markierungsarbeiten an der Fahrbahn immer wieder zu langen Staus.  

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