Das ist in Brandenburg erlaubt : Auch Museen und Tierparks dürfen öffnen

Auch Museen, wie hier das Barberini in Potsdam, dürfen in Brandenburg ab dem 22. April unter strikten Auflagen wieder öffnen.
Auch Museen, wie hier das Barberini in Potsdam, dürfen in Brandenburg ab dem 22. April unter strikten Auflagen wieder öffnen.

Erste Lockerungen in Brandenburg beschlossen. Abstandsregeln bis 8. Mai verlängert.

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17. April 2020, 22:00 Uhr

Rund vier Wochen nach dem Start weitreichender Einschränkungen in der Corona-Krise hat Brandenburg erste Lockerungen beschlossen und die Abstandsregeln vorerst bis 8. Mai verlängert.

Kleinere Läden dürfen ab Mittwoch nächster Woche wieder öffnen – auch in Einkaufszentren. Das gilt für Geschäfte von bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche oder bei Verkleinerung auf diese Fläche, wie das Kabinett gestern beschloss. Auto-, Fahrrad- und Buchhändler können dann ebenfalls wieder öffnen. Friseure dürfen ab 4. Mai wieder aufmachen, aber nicht Kosmetikstudios. Beim Einkaufen und in Bus und Bahn empfiehlt die Kenia-Koalition dringend das Tragen von Masken zum Schutz – das müssen aber keine medizinischen sein. Eine Pflicht wie in Sachsen gibt es aber nicht.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bat um Verständnis, dass es nur erste Schritte sind. Er wisse, dass vielen Menschen diese Lockerungen nicht weit genug gingen, aber ein großer Schritt „würde bedeuten, dass wir das Erreichte aufs Spiel setzen“. Der Regierungschef betonte, dass die Entscheidungen mit Berlin abgestimmt wurden, es aber Unterschiede geben könne.

Kontakt: Die Abstandsregel von 1,5 Meter und die Beschränkung auf zwei Personen draußen – oder mehr aus dem eigenen Haushalt – gelten zunächst bis längstens 8. Mai. Öffentliche Straßen und Plätze dürfen nur zum Arbeiten, für Arztbesuche oder zum Einkaufen betreten werden. Ausflüge sollten vermieden werden. Das vorübergehende Sitzen auf Parkbank oder Wiese ist künftig erlaubt. Berlin hat die Ausgangsbeschränkungen zunächst bis zum 26. April verlängert.

Schulen: Die Schulen öffnen schrittweise. Am kommenden Montag beginnen die Abiturprüfungen. Ab 27. April können nach Angaben von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) die Abschlussklassen, die in diesem Jahr Fachoberschulreife oder Erweiterte Berufsbildungsreife machen wollen, zum Unterricht. Ab 4. Mai folgen die Schüler, die im nächsten Jahr einen Schulabschluss planen und die Sechstklässler.

Kitas: Kitas sind vorerst weiter geschlossen, aber die Notbetreuung wird ab 27. April ausgeweitet. Die Regelung, mit der es für den Anspruch auf Notfallbetreuung reicht, wenn ein Elternteil in einer bestimmten Berufsgruppe arbeitet, wird für berufstätige Eltern in für die Krise wichtigen Berufen ausgeweitet. Auch Alleinerziehende können das Kind betreuen lassen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

Freizeit: Museen, Galerien und Ausstellungshallen öffnen ab kommendem Mittwoch bei Hygiene- und Abstandsauflagen. Tierparks und Wildgehege dürfen unter dieser Voraussetzung ebenfalls aufmachen, aber keine Tierhäuser. Zusammenkünfte im Sportverein sind verboten, man kann aber auf das Vereinsgelände, wenn Abstand gehalten wird. Sport an der Luft – auch Wassersport – ist bei Abstand erlaubt, Spielplätze sind weiter tabu. Auch touristische Übernachtungen bleiben verboten.

Hochschulen: Sie bleiben geschlossen, aber Bibliotheken dürfen für die Ausleihe und die Rückgabe von Büchern bei Hygieneauflagen und ohne Warteschlagen ab 22. April öffnen. Lehrveranstaltungen sollen weiter über das Internet ablaufen, für Laborarbeiten sind sie aber ab Montag möglich.

Demos: Das generelle Demonstrationsverbot wegen der Corona-Krise wird wieder aufgehoben. Das Kabinett beschloss, dass Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Menschen auf Antrag möglich sind, wenn das vom Infektionsrisiko vertretbar ist.

Gottesdienste: Vorerst sind Taufen, Bestattungen und Trauerfeiern mit bis zu 20 Teilnehmern erlaubt. Woidke sagte, er hoffe, dass Gottesdienste schnell wieder erlaubt seien, aber es werde noch eine Zeit bis zur Normalität dauern. Die Bundesregierung prüfe Vorschläge.

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