Landwirtschaft : Anbaufläche für Spreewald-Gurken ist kleiner geworden

Rumänische Erntehelfer liegen auf einem sogenannten Gurkenflieger und pflücken Einlegegurken bei Golßen.
Rumänische Erntehelfer liegen auf einem sogenannten Gurkenflieger und pflücken Einlegegurken bei Golßen.

Gurkenernte auf den Feldern ist offiziell angelaufen.

svz.de von
22. Juni 2016, 05:00 Uhr

Es ist der Stolz des Spreewalds: Die Gurken auf den Feldern sprießen wieder. Allerdings rechnen die Anbauer mit etwas weniger Ertrag als im Vorjahr. Der Grund: Die Anbaufläche hat sich um rund 60 Hektar auf etwa 440 Hektar verringert, wie der Spreewaldverein gestern zum Start der Erntesaison mitteilte. Die Anbauer gehen bei der Ernte von rund 32 000 Tonnen Gurken aus (2015: rund 35 000). Verarbeitungsbetriebe legen diese dann ein.

Als Grund für die kleinere Anbaufläche nannte der Verein, in dem sich Produzenten organisiert haben, Absatzschätzungen von Einlegefirmen und dem Handel, die zu entsprechenden Verträgen mit den Anbauern führen.

Einige von ihnen haben in diesem Jahr etwas später mit dem Pflanzen begonnen – wegen Nachtfrost im April. Sie wollten verhindern, dass die Pflanzen kaputt gehen.

Der Spreewald ist bundesweit das zweitgrößte Anbaugebiet für Gurken, die eingelegt werden. Noch größere Flächen gibt es in Bayern.

Seit 1999 ist die Bezeichnung Spreewald-Gurke von der EU geschützt. Das bedeutet, dass nur Gurken aus dieser Region so genannt werden dürfen.

Die Spreewald-Gurke ist im Vergleich zu anderen Einlegeprodukten teilweise teurer. Die Produzenten setzen aber auch zukünftig darauf, dass das Alleinstellungsmerkmal des Spreewald-Klassikers am Markt Bestand hat.

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