Versteigertes Dorf vor erneutem Verkauf : Alwine vor unklarer Zukunft

Baufällige Häuser prägen den Ort Alwine.
Baufällige Häuser prägen den Ort Alwine.

Suche nach neuem Investor. Auktionshaus bemüht sich um Käuferalternative

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30. Januar 2018, 05:00 Uhr

Vielleicht gibt es eine neue Chance für das Dorf Alwine (Elbe-Elster): Nach dem angekündigten Rücktritt des Käufers wird ein neuer Eigentümer gesucht. Es habe nach der Auktion im Dezember weitere Anfragen von Interessenten gegeben, sagte Auktionator Matthias Knake, Geschäftsführer des Auktionshauses Karhausen in Berlin. „Wir werden mit diesen Personen in Kontakt treten und Lösungen beraten.“

Ende 2017 hatte ein ungenannter Käufer das Areal mit einigen maroden Häuern, in denen 15 Menschen leben, für 140 000 Euro ersteigert. Das Objekt besichtigte er erst anschließend. „Anfang des Jahres schrieb er, dass er aus ,gesundheitlichen Gründen’ vom Kauf zurücktritt“, so Knake. Das werde juristisch geprüft.

Gleichzeitig wird nach seinen Angaben eine schnelle Lösung gesucht, auch im Interesse der Bewohner. Alwine solle aber nicht nochmals in einer Auktion angeboten werden, sagte er.

Zwei Brüder hatten die Anlage von der Treuhand 2001 für 95 000 Mark erworben. Nach Angaben von Knake konnten jetzt die Verträge eingesehen werden. Auflagen gab es damals nicht.

Nach Angaben von Andreas Claus, Bürgermeister der Stadt Uebigau-Wahrenbrück, zu der Alwine gehört, ist es eine persönliche Entscheidung des Käufers, die er nachvollziehen könne. Er habe sich im Dezember mit dem Mann in Alwine getroffen. „Ich denke, nachdem er es gesehen hat und viele Dinge in seinem privaten Umfeld zusammengekommen sind, hat er die Entscheidung getroffen“, sagte Claus.

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