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Brandenburg

21. November 2017 | 15:13 Uhr

AfD schafft es nicht in die Stichwahl

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kopf-an-Kopf-Rennen um Landsratsamt im Havelland zwischen CDU und SPD

von
erstellt am 11.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Kulturstaatssekretär Martin Gorholt (SPD) und CDU-Kandidat Roger Lewandowski müssen im Kampf um das Landratsamt im Havelland in eine Stichwahl. Bei den Wahlen am gestrigen Sonntag erreichte kein Bewerber in dem westlich Berlins gelegenen Landkreis die nötigen Stimmanteile für die direkte Wahl. Nach Auszählung aller 211 Wahlbezirke lag nach vorläufigem Endergebnis der CDU-Kandidat Lewandowski mit 30,5 Prozent der Stimmen vor dem SPD-Bewerber Gorholt, der auf 27,1 Prozent der Stimmen kam. Der AfD-Kandidat Kai Gersch erreichte 18,7 Prozent, was nach den Landratswahlen in Dahme-Spreewald und der Bürgermeisterwahl in Lübbenau erneut ein hohes Ergebnis für einen AfD-Bewerber darstellte.

Für die notwendige Mehrheit hätte ein Kandidat 20 169 Stimmen benötigt. Lewandowski kam auf 17 836. Im Havelland waren 134 458 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Den Gang zur Urne fanden 59 216 Wahlberechtigte. Das macht eine Wahlbeteiligung von 44,04 Prozent aus, wie auf der Homepage des Landkreises steht.

Der stellvertretende Landesvorsitzende der CDU, Gordon Hoffmann, erklärte in einer ersten Reaktion, der CDU-Kandidat Lewandowski habe deutlich gemacht, dass er der richtige Kandidat für das Havelland sei. „Mit dem Ergebnis ist trotzdem erst einmal klar geworden, dass der Höhenflug der AfD ein Ende findet.“ Es sei „beruhigend, dass die AfD bei der Stichwahl außen vor bleibt.“ SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz kündigte an, die nächsten Wochen zu nutzen, „um für unseren Kandidaten Martin Gorholt zu werben, damit das Havelland weiter sozial gerecht gestaltet wird.“ Denn seit der Wende stand der Sozialdemokrat Burkhard Schröder an der Spitze des Landkreises, der sich aber in den Ruhestand zurückzieht.

Bereits in den letzten Wochen hatte die Potsdamer Politprominenz Gorholt bei seinem Wahlkampf massiv unterstützt. Enttäuscht reagierte der stellvertretende Landesvorsitzende der Linken, Sebastian Walter über das Abschneiden ihres Kandidaten Harald Petzold (10,45 Prozent). „Wir wussten, dass wir im Havelland mit einer schwierigen Ausgangslage zu kämpfen haben“, so Walter. Die AfD habe es nicht in die Stichwahl geschafft, „trotzdem sehen wir auch hier, dass wir mehr tun müssen, um Menschen mit unserer Politik zu erreichen. Das wird ein langer Weg.“

 

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