Strausberg bei Berlin : Sigmund Jähn im engsten Familienkreis beigesetzt

Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, vor dem Kosmonautenzentrum in Chemnitz

Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, vor dem Kosmonautenzentrum in Chemnitz

Bereits am Freitag wurde der DDR-Kosmonaut in Brandenburg beigesetzt.

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07. Oktober 2019, 11:57 Uhr

Der erste Deutsche im All, DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn, ist im engsten Familienkreis beigesetzt worden. Jähn habe seine letzte Ruhestätte schon am vergangenen Freitag in Strausberg bei Berlin gefunden, sagte ein Sprecher der Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Montag. Jähn war am 21. September im Alter von 82 Jahren gestorben.

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Am 26. August 1978 war Jähn vom Weltraumbahnhof Baikonur aus mit dem Raumschiff "Sojus 31" zur Orbitalstation Saljut 6 gestartet. Gemeinsam mit dem sowjetischen Kommandanten Waleri Bykowski (1934-2019) war er 7 Tage, 20 Stunden und 49 Minuten im All. Er umkreiste die Erde 125 Mal. Erst 1983 startete mit dem Astronauten Ulf Merbold ein zweiter Deutscher ins All.

Vom Buchdrucker zum Kosmonauten

Jähn, der aus dem sächsischen Dorf Morgenröthe-Rautenkranz stammte, hatte ursprünglich Buchdrucker gelernt. Dann ging er zur Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) und wurde Jagdflieger. Wegen seiner bescheidenen Art war er sehr beliebt. Nach der Wende war Jähn für das DLR und die Europäische Weltraumorganisation (Esa) tätig und betreute europäische Astronauten im russischen Sternenstädtchen.

Die Chronologie seines Lebens

13.2.1937: Sigmund Werner Paul Jähn wird in der Kleinstadt Morgenröthe-Rautenkranz im sächsischen Vogtland geboren.

1951-1954: Lehre zum Buchdrucker in Klingenthal (Sachsen)

1955: Jähn tritt in die Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee (LSK) ein und wird unter anderem als Pilot ausgebildet.

1966-1970: Studium der Militärwissenschaften in Monino bei Moskau

1976-1978: Ausbildung zum Kosmonauten im Sternenstädtchen bei Moskau

26.8.-3.9.1978: Aufenthalt im All

1983: Promotion am Zentralinstitut für Physik der Erde in Potsdam über Fernerkundung der Erde

2.10.1990: Auflösung der DDR-Luftwaffe und Entlassung des Generalmajors Jähn

Ab 1991: Jähn arbeitet für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ab 1993 auch für die Europäische Weltraumorganisation (Esa). Unter anderem begleitet er die Ausbildung deutscher und europäischer Raumfahrer im Sternenstädtchen.

2001: Der Asteroid 17737 wird nach ihm Sigmundjähn benannt.

2002: Jähn wird pensioniert, berät das DLR und die Esa aber auch danach noch

21.9.2019: Sigmund Jähn stirbt in Strausberg.

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