Brandenburger Landesschau : Wo Preußen Sachsen küsst

Das im Renaissancestil errichtete Schloss in Doberlug.
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Das im Renaissancestil errichtete Schloss in Doberlug.

Den oft konfliktträchtigen Beziehungen zwischen Preußen und Sachsen widmet sich vom 7. Juni an die erste Brandenburger Landesausstellung in Schloss Doberlug (Elbe-Elster).

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04. März 2014, 11:45 Uhr

Den oft konfliktträchtigen Beziehungen zwischen Preußen und Sachsen widmet sich vom 7. Juni an die erste Brandenburger Landesausstellung in Schloss Doberlug (Elbe-Elster).

Rund 300 kostbare Objekte - barocke Kunstschätze, wertvolle Dokumente, Gemälde, aber auch Alltagsgegenstände - stellten Leihgeber für die Schau unter dem „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ zur Verfügung.

Gemeinsame Geschichte, aber auch Unterschiede sollten erlebbar werden, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei der Vorstellung gestern in Potsdam. Die Identität der in der Region lebenden Menschen solle gestärkt werden. Zusammen mit seinem sächsischen Amtskollegen Stanislaw Tillich (CDU) ist Woidke Schirmherr der Schau.

Ihr Hintergrund ist der Wiener Kongress von 1814 nach den napoleonischen Kriegen. In dessen Folge wurden die Grenzen in Europa neu gezogen. Teile Sachsens fielen an Preußen - wie das heutige Südbrandenburg.

In sieben Szenen werden in den Räumen des mit Millionenaufwand wiederhergerichteten Schlosses Doberlug - auch die „sächsische Perle Brandenburgs“ genannt - die Beziehungen beider Länder thematisiert. Einerseits wurden blutige Auseinandersetzungen geführt, andererseits gab es einen regen kulturellen Austausch.

Rund 800 Quadratmeter Fläche stünden zur Verfügung, sagte Ausstellungsmacher Kurt Winkler, der auch Geschäftsführender Direktor des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam ist. „Die Besucher können ein besonders Thema an einem besonderen Ort und in einer besonderen Region entdecken.“

Die Schau kostet nach Angaben von Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos) rund 2,6 Millionen Euro. Das Land kommt für 1,6 Millionen Euro auf. Rund 100 000 Besucher werden bis Anfang November in dem Renaissance-Schloss und bei den zahlreichen Veranstaltungen und Partnerausstellungen erwartet.

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