Potsdamer Landtag : Weiter Diskussionen über Attika-Skulpturen

Attika-Skulpturen  auf dem  Hauptgebäudes der Humboldt-Universität, im Hintergrund ist der Fernsehturm zu sehen.
Attika-Skulpturen auf dem Hauptgebäudes der Humboldt-Universität, im Hintergrund ist der Fernsehturm zu sehen.

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Landtagspräsident Gunter Fritsch und der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Hartmut Dorgerloh, wollen entsprechende Gespräche führen.

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07. Februar 2014, 08:44 Uhr

Potsdam macht sich weiter stark für eine Rückkehr der Attika-Skulpturen von der Berliner Humboldt-Universität zum neuen Stadtschloss. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Landtagspräsident Gunter Fritsch und der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Hartmut Dorgerloh, wollen entsprechende Gespräche führen. Dies teilten sie gestern mit.

Zwar ist die Stiftung, als Eigentümerin der Skulpturen, wegen des Denkmalschutzes eher für den Verbleib der Skulpturen in Berlin, einer politisch einvernehmlichen Lösung der Länder Berlin und Brandenburg wolle sie sich aber nicht verschließen, so Stiftungschef Dorgerloh. Zudem setzt „die Rückholung der Figuren aus Berlin eine denkmalrechtliche Erlaubnis des Landesdenkmalamtes Berlin voraus, die derzeit nicht in Aussicht steht.“

Die acht Männer- und Frauen-Skulpturen aus Sandstein auf dem Dach der Humboldt-Universität stammen vom ehemaligen Potsdamer Stadtschloss, das jetzt als Landtag wieder aufgebaut wurde. Sie wurden 1753 im Auftrag Friedrichs des Großen fertiggestellt. Seit den 1960er Jahren stehen sie auf den Dächern des Berliner Uni-Hauptgebäudes.

Landtagspräsident Fritsch erinnerte an Beschlüsse der Abgeordneten, wonach der neue Bau dem historischen Gebäude möglichst nahe kommen soll. Um dies zu realisieren, werde die Rückführung der Skulpturen angestrebt. Finanziert werden soll dies über private Spenden. „Ich würde mich freuen, wenn eine juristische Auseinandersetzung vermieden und stattdessen zwischen den Fachleuten beider Länder eine einvernehmliche Lösung gefunden werden könnte“, so Fritsch.

Potsdams Oberbürgermeister Jakobs bezeichnete die Gespräche als konstruktiv, sieht aber noch lange kein Ende. Unterstützung hatten die Potsdamer von der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus bekommen. Die SPD-Fraktion äußerte sich skeptisch.

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