Ausstellung : Spielzeugmuseum zeigt Lieblinge der Vergangenheit

Sonderausstellung: Museumsleiter Frithjof Hahn stellt im Museum ein Spielzeugpferd von 1910 in eine Vitrine.
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Sonderausstellung: Museumsleiter Frithjof Hahn stellt im Museum ein Spielzeugpferd von 1910 in eine Vitrine.

In Deutschland hat die Spielzeug-Herstellung Tradition. Ein Blick in die Vergangenheit weckt Kindheitserinnerungen. Zudem gibt es eine ganz besondere Ausstellung.

svz.de von
11. März 2014, 07:39 Uhr

Mit einer Sonderausstellung zum Thema Pferde ist das Spielzeugmuseum im Havelland in die Saison gestartet. „Wir haben sehr viele Pferde-Stücke im Haus. Die Schau soll darstellen, wie unterschiedlich das Bild auf das Tier ist“, sagte Museumsleiter Frithjof Hahn. Unter dem Titel „Hopp, Hopp, Hopp, Pferde im Museum“ reicht die Sammlung vom Schaukelpferd über Spielzeugreiter und -fuhrwerke aus verschiedenen Epochen bis hin zum Pferderennspiel.

Das Museum in der alten Dorfschule in Kleßen (Havelland) ist aus dem Bestand zweier Spielzeugsammler aus Berlin entstanden. Es zeigt Beispiele der deutschen Spielzeugindustrie.

Mehrere tausend Objekte finden sich in dem Haus. Sie reichen von Puppe und Holzfigur über Eisenbahn und Blechauto bis hin zum Kaufmannsladen und Brettspielen. „Vor 100 Jahren kam ein Großteil des Spielzeugs weltweit aus Deutschland“, erklärte Museumsleiter Hahn. „Schon früh gab es Vertriebswege bis in die USA.“

Sein Haus, das von einem gemeinnützigen Verein getragen wird, will die Geschichte darstellen von einst meist selbst gemachtem Spielzeug bis zur Industrialisierung. Der Besuch weckt zugleich Emotionen. „Für viele Besucher ist unsere Ausstellung eine Erinnerung daran, was sie mal hatten. Oder an das Spielzeug, was sie sich immer erträumten - oder verloren haben“, schilderte Hahn. Vom März bis Dezember können Besucher im Museum in die kindliche Vergangenheit reisen.

In Deutschland wird auch die weltweit größte Spielwarenmesse ausgetragen. In diesem Jahr kamen dazu laut Veranstalter rund 76 000 Fachbesucher aus 112 Ländern (2013: 72 595).

Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie berichtete von einer positiven Stimmung unter den Ausstellern. Im Gegensatz zu fast allen anderen Märkten hatte sich die deutsche Branche in den jüngsten Krisenjahren überraschend positiv entwickelt. Im vergangenen Jahr ging das Wachstum wieder auf eine gewohnte Größenordnung von 1,5 Prozent zurück.

Für dieses Jahr erwarten Handel und Industrie einen Zuwachs von weiteren ein bis zwei Prozent.

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