Ausstellungen : Preußen und Sachsen sind überall

Die brandenburgische Kultusministerin Sabine Kunst (parteilos, links) und Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Kulturland Brandenburg GmbH, informierten über das anstehende Themenjahr.
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Die brandenburgische Kultusministerin Sabine Kunst (parteilos, links) und Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Kulturland Brandenburg GmbH, informierten über das anstehende Themenjahr.

Ganz Brandenburg beschäftigt sich 2014 mit dem Verhältnis von Preußen und Sachsen. Sogar im Wegemuseum Wusterhausen/Dosse (Ostprignitz-Ruppin) gibt es eine Ausstellung zu Verkehrswegen zwischen den beiden Territorien.

svz.de von
25. März 2014, 12:34 Uhr

Das Brandenburger Kulturlandjahr greift in diesem Jahr unter dem Motto „Preußen – Sachsen – Brandenburg. Nachbarschaften in Brandenburg“ das Thema der ersten Brandenburger Landes-ausstellung auf, die unter dem Motto „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ vom 7. Juni bis 2. November in Doberlug-Kirchhain stattfindet. Weswegen auch die 250 Veranstaltungen unter der Dachmarke „Kulturland Brandenburg“ in diesem Jahr eher im Süden des Landes zu finden sind.

„Das Kulturland konzentriert sich in diesem Jahr stärker“, sagte Brandenburgs Kultusministerin Sabine Kunst (parteilos) gestern. Insgesamt 29 geförderte Projekte sollen als Wegweiser für die Landesausstellung dienen. Umgekehrt werde in Doberlug-Kirchhain auf die Kulturland-Veranstaltungen im ganzen Land verwiesen. „Der Tourismus ist eine wichtige Quelle der Sicherung von Kultur in Brandenburg“, sagte Kunst.

Während des Kulturlandjahres 2014 werde es etwa im Schloss Senftenberg eine Ausstellung zu „Sachsens Festung in Brandenburg“ geben. Im Stadtmuseum Finsterwalde beschäftigt sich eine Präsentation mit dem protestantischen Liederdichter Paul Gerhardt, der sowohl in Sachsen als auch in Preußen wirkte. Das Kunstgussmuseum Lauchhammer widmet sich unter der Überschrift „Was Sachsen recht ist, ist Preußen billig“ den Folgen, die die veränderten Grenzziehungen zwischen Sachsen und Preußen 1815 für das Eisenwerk der Grafen von Einsiedel hatte.

„Kultur ist nicht nur Geschichte, Kultur muss auch gelebt werden“, sagte Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger, dessen Ministerium „wie in jedem Jahr dem befreundeten Ministerium“ für Wissenschaft und Kultur mit 95 000 Euro für den Etat des Kulturlandjahrs unter die Arme greift. So finde etwa im Wegemuseum in Wusterhausen (Dosse) eine gemeinsame Ausstellung des Museums und des Landesbetriebs für Straßenwesen statt, die sich mit der Geschichte der Verkehrswege zwischen Sachsen und Preußen beschäftige.

Insgesamt wird das Kulturlandjahr mit 750 000 Euro aus dem Etat des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur unterstützt. Dazu kommen Fördermittel des Ostdeutschen Sparkassenverbands und der Investionsbank des Landes Brandenburg. Nach Angaben von Faber-Schmidt rechnen die Veranstalter in diesem Jahr auch dank der Landesausstellung mit rund 300 000 Besuchern. Im vergangenen Jahr hatten 200 000 Menschen die Veranstaltungen des Kulturlandjahres besucht.

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