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Studie belegt : Märker halten stark zusammen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Brandenburger sind sehr heimatverbunden. Das gesellschaftliche Miteinander habe den besten Wert der ostdeutschen Bundesländer, so das Ergebnis einer gestern veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung für die Jahre 2009 bis 2012.

Die Brandenburger sind sehr heimatverbunden und der gesellschaftliche Zusammenhalt ist seit der Wende stark gewachsen. Das gesellschaftliche Miteinander habe den besten Wert der ostdeutschen Bundesländer, so das Ergebnis einer gestern veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung für die Jahre 2009 bis 2012.

Die Brandenburger zeigen hohes politisches Interesse: 67 Prozent Beteiligung an der Landtagswahl 2009 ist der höchste Wert aller Bundesländer. Auch die Zufriedenheit ist deutlich gestiegen. So sagen 39 Prozent, dass sie einen gerechten Anteil am Wohlstand erhalten - Anfang der 1990er Jahre waren dies nur 13 Prozent. Die Brandenburger zeigten sich laut der Studie weiter besonders heimatverbunden: Mit einem Wert von 0,86 bei der gefühlsmäßigen Verbundenheit mit ihrer Region auf einer Skala von 0 bis 1 werden sie nur noch von Hamburg und Bremen übertroffen.

Die Verbundenheit mit dem gesamten Land Brandenburg lag im Zeitraum von 2004 bis 2008 mit 0,58 aber klar unter dem Bundesdurchschnitt.


Einkommensverteilung weiterhin ungerecht


Auch wenn die Zufriedenheit mit dem Wohlstand gewachsen ist, empfinden die Brandenburger die Einkommensverteilung immer noch als sehr ungerecht. In keinem Bundesland ist ein höherer Anteil der Bevölkerung der Meinung, die Regierung müsse Einkommensunterschiede mehr ausgleichen. Auch das Vertrauen in Institutionen wie etwa die Justiz ist vergleichsweise gering. Dafür ist das Vertrauen in die Mitmenschen gestiegen und liegt mit dem Wert 0,35 an der Spitze der ostdeutschen Länder.

Den Berlinern bescheinigt die Studie eine gute Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben. Die Offenheit gegenüber Zuwanderern hat jedoch abgenommen. Die Toleranz gegenüber Migranten, die ihren gewohnten Lebensstil beibehalten, ist aber gesunken. Und nur 40 Prozent der Hauptstädter sind der Meinung, dass sie einen gerechten Anteil am Wohlstand haben. Bundesweit glaubt das jeder Zweite. Auch bei der Identifikation mit ihrer Stadt schneiden die Berliner unterdurchschnittlich ab. Seite 2

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