Ministerium: : Energie-Gewinnung aus Tagebau-Seen unwirtschaftlich

Die Nutzung von Seewasser als Energieträger, wie im Lausitzer Seenland, hat aus Sicht von Brandenburgs Landesregierung kaum Potenzial für mehr Klimaschutz.
Die Nutzung von Seewasser als Energieträger, wie im Lausitzer Seenland, hat aus Sicht von Brandenburgs Landesregierung kaum Potenzial für mehr Klimaschutz.

Die Nutzung von Seewasser sei allenfalls eine „Nischenanwendung“ und kein Schwerpunkt für die Energiestrategie des Landes, erklärte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke). Dies gelte auch für die großen Tagebau-Seen im Land.

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18. August 2014, 10:05 Uhr

Mit Wasser aus Seen können Gebäude ohne Emissionen gekühlt oder geheizt werden. Die Technologie ist aus Sicht von Brandenburgs Landesregierung aber zu unausgereift.

Die Nutzung von Seewasser sei allenfalls eine „Nischenanwendung“ und kein Schwerpunkt für die Energiestrategie des Landes, erklärte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Dies gelte auch für die großen Tagebau-Seen im Land. Seewasser als Energieträger zu nutzen, gilt als umweltfreundlich, weil dabei kein klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt wird. Vor allem in der Schweiz gebe es entsprechende Projekte.

Um Seewasser zum Kühlen oder Heizen einzusetzen, dürften die Gewässer aber nicht zu klein und zu flach sein. Zudem bräuchten Anlagen zur Wassernutzung aus Tagebau-Seen wegen des hohen Eisenoxid-Gehalts einen aufwendigen Korrosionsschutz. Solche Faktoren machten die Technologie unwirtschaftlich, so Christoffers. Forschungsprojekte zur Energiegewinnung aus Seen gebe es im Land nicht.

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