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Markus Dröge : Ein Freund der Menschen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landesbischof Markus Dröge wurde gestern 60 Jahre – gefeiert wird aber erst heute ein bisschen

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 18:47 Uhr

Flüchtlinge und Arme liegen ihm am Herzen, ohne Berührungsängste geht er auf die Menschen zu. Seit 2009 ist Markus Dröge Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) – gestern wurde er 60 Jahre alt. Mit einem Festakt in der Berliner Bartholomäuskirche soll der Geburtstag heute nachgefeiert werden. Es wird ein Innehalten sein, pünktlich zur Hälfte der zehnjährigen Amtszeit des Theologen, eine kurze Pause in einem dichten Arbeitsleben.

Die rund eine Million Gemeindeglieder zählende Landeskirche steht mitten in einem noch von Dröges Amtsvorgänger Wolfgang Huber angestoßenen Reformprozeß. Doch wo Huber auf strategisch durchdachte Konzepte von oben setzte, orientiert sich Dröge an der Gemeindebasis. Die Kreativität vor Ort sei das Entscheidende, sagte er am Wochenende beim Reformkongress der Ekbo. Daneben ist Dröge vor allem als Fürsprecher des interreligiösen Dialogs bekannt geworden. Zudem kritisierte er in den letzten Monaten immer schärfer die immer prekärere Situation von Flüchtlingen in Deutschland, deren Aufnahme er als eine „Bürgerpflicht“ bezeichnete.

Zu seinem Geburtstag nun machte die Evangelische Kirche in Deutschland dem Berliner Theologen, der bereits Aufsichtsratsvorsitzender des Evangelischen Werks für Entwicklung und Diakonie ist, ein ganz besonderes Geschenk: Wenn im November in Dresden die Ekd-Synode zusammenkommt, soll Dröge in den Rat der Ekd, das oberste Leitungsgremium des deutschen Protestantismus, gewählt werden. Und auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), ein überzeugter Protestant, wünschte Dröge zum Geburtstag „Gottes Segen“: „Sie verstehen es, offen, besonnen und ausgleichend auf die Menschen zuzugehen“, schrieb er in einem Glückwunsch. „Damit stellen Sie auch ganz persönlich unter Beweis: Die Kirche bleibt, ganz gleich, wie turbulent die Zeiten auch sein mögen, ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft.“


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