Eisenhüttenstadt : Alltagskultur der DDR in einmaliger Sammlung

In der Ausstellung „5 aus 35“ im Dokumentationszentrum war ein Tisch mit FDGB-Zeitung, Aschenbecher, Tasse und Pausenbrotschachtel zu sehen.
In der Ausstellung „5 aus 35“ im Dokumentationszentrum war ein Tisch mit FDGB-Zeitung, Aschenbecher, Tasse und Pausenbrotschachtel zu sehen.

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02. Januar 2016, 09:18 Uhr

Von der Amiga-Schallplatte bis zum Zekiwa-Kinderwagen: Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt gehört vom 1. Januar 2016 an zum Landkreis Oder-Spree. Das Land werde künftig jährlich bis zu 150 000 Euro zusteuern, teilte die Kreisverwaltung als neue Betreiberin mit. Der Kreis steuere nach Spenden und Einnahmen den Restbetrag bei, damit der nötige Gesamtetat von 225 000 Euro erreicht werde. Zur Sammlung gehören unter anderem Geschirr, Kleidung, Bücher und Medaillen. Am 5. Januar gibt es nach dem Betreiberwechsel eine symbolische Schlüsselübergabe.

Das Museum hat eine bundesweit einmalige Sammlung von rund 160 000 Alltagsgegenständen des untergegangenen Staates. Anfang Dezember hatte der Kreistag für die Übernahme des Dokumentationszentrums zum 1. Januar votiert. Nach langwierigen Verhandlungen ging damit die Sammlung als Schenkung an den Kreis über, wie es hieß. Zuvor hatten Land, Kreis und Stadt die Einrichtung finanziert. Mit dem Ausstieg der klammen Kommune drohte die Schließung. „Wichtig ist uns auch die weitere Forschung zu den Schätzen in dieser Sammlung“, hieß es. Das Leben in der DDR solle nicht einseitig betrachtet, sondern seine Vielseitigkeit aufgezeigt werden.

Das Dokumentationszentrum war im Jahr 1993 aufgebaut worden. In den Anfangsjahren galt es als einzige Institution bundesweit, die Alltagsgegenstände aus der DDR gesammelt hat, wie es hieß. Regelmäßig wurden Ausstellungen in dem Zentrum gezeigt.

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