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Haltestelle Woodstock : 750 000 strömen zu Gratis-Festival

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mit einem Rekord von nach Veranstalter-Angaben 750 000 Besuchern ist das Open-Air-Festival „Haltestelle Woodstock“ am Wochenende zu Ende gegangen. Seit der Eröffnung am Donnerstag feierten die Gäste bei freiem Eintritt im polnischen Kostrzyn.

Mit einem Rekord von nach Veranstalter-Angaben 750 000 Besuchern ist das Open-Air-Festival „Haltestelle Woodstock“ am Wochenende zu Ende gegangen. Seit der Eröffnung am Donnerstag feierten die Gäste bei freiem Eintritt im polnischen Kostrzyn. „Die Atmosphäre im 20. Jahr des Bestehens war sehr gut. Alles verlief friedlich“, sagte die Sprecherin der Warschauer Stiftung WOSP (Wielka Orkiestra Swiatecznej Pomocy). Im Vorjahr kamen etwa 300 000 Besucher.

WOSP veranstaltet jährlich das nach eigenen Angaben größte Gratis-Festival Europas. Es wird über Sponsoren finanziert. Auf drei Bühnen waren Rock, Punk, Folklore und andere Musikstile zu hören. „Przystanek Woodstock“ soll an das legendäre Woodstock-Festival 1969 in den USA erinnern.

Das Musikangebot und der interessante Veranstaltungsort sprechen sich herum, wie die Sprecherin sagte. Die meisten Gäste kämen aus Deutschland und Polen. Aber auch aus Skandinavien, Spanien und Tschechien reisten Besucher an. Beliebt sei auch das traditionelle Schlammbad, bei dem sich bereits am ersten Festivaltag die Besucher vergnügten. Bis auf wenig Regen an einem Tag war es angenehm bis sommerlich heiß.

Zum Abschluss kam am Samstag hoher Besuch: Der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus sprach bei einer Diskussionsrunde in einem Zelt über sein Leben und seine Arbeit als Wirtschaftswissenschaftler.

Der aus Bangladesch stammende Yunus entwickelte das Modell, über Mikrokredite Armut zu bekämpfen. „Die Menschen standen sogar vor dem Zelt“, sagte die Sprecherin zu dem großen Andrang.

Immer wieder besuchten bekannte Persönlichkeiten das Festival für ein Gespräch mit den Besuchern. 2012 bestritten Bundespräsident Joachim Gauck und sein polnischer Amtskollege Bronislaw Komorowski die Veranstaltung.

Zum Ende traten in der Nacht zu gestern Manu Chao aus Frankreich und die deutsche Gruppe The Bosshoss auf. Bosshoss begeisterten das Publikum, als sie in polnischer Sprache die Fans begrüßten.

Die brandenburgische Polizei schickte 17 Beamte und einen Dolmetscher zur Verstärkung der polnischen Kollegen, wie der Lagedienst in Potsdam mitteilte.

Das nichtkommerzielle Fest ist ein Dankeschön für die Freiwilligen, die jedes Jahr bei der Sammlung von Spenden für Kinderkrankenhäuser in Polen helfen. Gudrun Janicke

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