Brandenburg und MV : Treffen der Innenminister: Waldbrandbekämpfung verbessern

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Mitunter fehlt die notwendige Ausstattung. Das soll sich an manchen Orten ändern.

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17. Juni 2019, 17:55 Uhr

Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen den Kampf gegen Waldbrände mit Hochleistungspumpen für die Berufsfeuerwehren verbessern. Das sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Montag in Potsdam bei einem Treffen mit Lorenz Caffier (CDU), seinem Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern.

„Da haben wir im vergangenen Jahr in Treuenbrietzen zwei solcher leistungsfähigen Pumpen nachgeordert aus Magdeburg und Braunschweig, weil wir die eigenen Fähigkeiten dazu nicht hatten. Das werden wir jetzt ändern“, sagte Schröter. Bis zu fünf dieser Pumpen seien geplant. „Wir gehen auf die Berufsfeuerwehren zu, da ist es am sinnvollsten, die Dinge unterzubringen.“

Hochleistungspumpe für die Berufsfeuerwehr

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hält eine Hochleistungspumpe für die Berufsfeuerwehr für notwendig. „Der Klimawandel zeigt, dass wir mit extremen Wetterereignissen rechnen müssen“, sagte Schubert. „Dann muss man die Beschaffung auch anpassen.“

Vor einigen Tagen brannten beim größten Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Brandenburg auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog zeitweise 744 Hektar, das entspricht einer Fläche von mehr als 1000 Fußballfeldern. Für diesen Dienstag geht der Deutsche Wetterdienst davon aus, dass die Waldbrandgefahr für Brandenburg zunimmt. Für einige Regionen wird die höchste Gefahrenstufe erwartet.

Hilfe der Bundeswehr

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Caffier nannte unter anderem die Hilfe der Bundeswehr mit Hubschraubern als besonders wichtig bei der Brandbekämpfung. „Manchmal sind die Zeitabläufe der Entscheidung, ob man anfordert oder nicht, viel zu lang“, sagte der Minister, der auch Sprecher der unionsgeführten Innenressorts ist. Bei dieser Frage warnte er: „Über Finanzen können wir uns im Zweifelsfall im Anschluss streiten, erstmal müssen wir den Einsatz gewährleisten.“ Wichtig seien außerdem der Umgang mit munitionsverseuchten Gebieten und die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg.

Als Problem sieht er die europäische Arbeitszeitrichtlinie. Wenn ein Feuerwehrmann sieben Stunden Anfahrtszeit und Aufrüstzeit habe, müsse man ihn nach der achten Stunde theoretisch aus dem Dienst nehmen. „Das muss man mal der Bevölkerung erklären“, sagte Caffier. „Da hat die Verwaltung auch einen Moloch geschaffen, über den wir unbedingt reden müssen. (...)“

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