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56 000 Fragen an die Verbraucherzentrale

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Online-Probleme von Krediten bis zu Fake-Shops stehen im Vordergrund

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2017 | 12:42 Uhr

Im Vorjahr suchten fast 56 000 Menschen persönlich, telefonisch und bei Veranstaltungen den Rat der Verbraucherzentrale Brandenburg. Diese Bilanz, die in etwa dem Jahr zuvor entspricht, zog der Geschäftsführer der Einrichtung, Christian Rumpke, bei der Übergabe des Jahresberichtes 2016/17 an Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig (Linke) in Potsdam. Immer deutlicher wird laut Rumpke, dass bei allen Themen vom allgemeinen Verbraucher- und Reiserecht über Finanzen und Energierecht bis zur Ernährung digitale und durch Geschäfte im Internet hervorgerufene Probleme bestimmend seien.

Rumpke hob hervor, dass besonders viele Personen beraten wurden, die in eine Abofalle für Routenplaner-Dienste online getappt waren oder bei Fake-Shops eingekauft und ihre Ware nie erhalten hatten. Im Finanzbereich habe es gehäuft Fälle gegeben, in denen Menschen in eine Kostenfalle bei der vermeintlichen Bestellung eines schufafreien Kredites im Internet geraten sind.

Neben unabhängiger Beratung, der Warnung vor unseriösen Anbietern und dem Aufdecken von Missständen konnte die Zentrale einige Verbesserungen von Verbraucherrechten juristisch durchsetzen. „2016 konnten wir durch zehn erfolgreiche Abmahnungen und zwei gewonnene Klagen bessere Bedingungen für alle Verbraucher schaffen“, so Rumpke.

Beispielsweise mahnten die Verbraucherschützer den Online-Reiseveranstalter Tropo GmbH ab, der in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt hatte, dass für Namensänderungen bei Pauschalreisen 100 Prozent Stornokosten für enthaltene Flüge zu zahlen seien. Der Veranstalter verpflichtete sich gegenüber der Verbraucherzentrale, auf diese unzulässigen Regelungen künftig zu verzichten.

Ludwig würdigte das Engagement: „Die Verbraucherzentrale bietet Verbrauchern verlässlich erste Hilfe und Orientierung in ihrem sich rasant wandelnden Konsum-alltag, und sie ist ein unverzichtbarer Radar für Probleme und Schieflagen in Märkten.“ 

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