Pflegebedürftigkeit : 38 000 Heimplätze bis 2040 benötigt

Bis 2040 werden in Brandenburg rund 38 000 Heimplätze benötigt. Derzeit werden knapp 26000 Brandenburger in Heimen betreut.
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Bis 2040 werden in Brandenburg rund 38 000 Heimplätze benötigt. Derzeit werden knapp 26000 Brandenburger in Heimen betreut.

Immer mehr stationäre Betreuung in Brandenburg erforderlich.

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04. Januar 2018, 05:00 Uhr

Im Land Brandenburg könnten im Jahr 2040 bis zu 174 000 Menschen pflegebedürftig sein. Das geht aus einer Antwort des Potsdamer Sozialministeriums auf eine „Kleine Anfrage“ der Lübbenauer CDU-Landtagsabgeordneten Roswitha Schier hervor, die dem „Prignitzer“ vorliegt. Derzeit werden 21,9 Prozent der Pflegebedürftigen in stationären Pflegeheimen und rund vier Prozent in teilstationären Einrichtungen, etwa Tageskliniken, betreut. Die Übrigen werden von ambulanten Pflegediensten oder Angehörigen versorgt.

Doch vor allem bei den Pflegeheimen rechnet das Land mit einem deutlich höheren Bedarf. Bislang stehen dort 25 821 Plätze zur Verfügung – doch wenn sich der Anteil der Pflegebedürftigen, die stationär betreut werden müssen, nicht verändert, werden 2040 voraussichtlich 38 106 Menschen die Heime in Anspruch nehmen. Ein massiver Ausbau der Heimplätze wäre also erforderlich. „Neubauten würden im Moment nur wenig nutzen, weil neue Pflegeheime kaum zu betreiben sind, so lange niemand sagt, wo die Pflegekräfte herkommen“, sagt dagegen Hans-Joachim Wasel vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin.

In Brandenburg hätten mehrere Pflegeheime bereits einen Aufnahmestopp verhängen müssen, weil sie nicht mehr genügend Pflegepersonal fänden. „Der Mangel an Pflegekräften und Pflegefachkräften ist das Entscheidende.“ Es müssten dringend die Arbeitsbedingungen, die Familienfreundlichkeit und die Bezahlung in der Pflegebranche verbessert werden. „Und wir müssen dringend dafür sorgen, dass viel mehr ausgebildet wird.“

Auch die CDU-Abgeordnete Rowswitha Schier sprach sich gegenüber dem „Prignitzer“ für eine Attraktivitätssteigerung für den Pflegeberuf aus. „Letztlich brauchen wir mehr Pflegekräfte – damit die Menschen entlastet werden und ihre Arbeit wieder gern machen.“

Die Brandenburger CDU fordere schon lange, dass sich das Land an einer Umlage zur Ausbildung von Pflegekräften beteiligen solle. Zudem plädierte die Abgeordnete für die Schaffung eines Landespflegegeldes. „Heute kann sich ein ganz normaler Rentner kaum noch einen Pflegeplatz leisten“, so Schier. „Wir dürfen Menschen, die zu pflegen sind, nicht zum Sozialamt schicken.“ Das Land habe im Bereich der Pflege in den vergangenen Jahren viel zu wenig getan, so Schier. „Die Leute werden sich selbst überlassen.“


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