Usedom : Zwei Tote bei Bootsunglück - Suche nach Drittem bisher erfolglos

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Ein Bootsausflug vor der Insel Usedom endet für Urlauber bei starkem Sturm tragisch. Das Boot kentert, alle drei Insassen gehen über Bord. Eine Frau und der Bootsbesitzer können geborgen werden, sterben aber später. Ein dritter Mann wird immer noch vermisst.

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30. Oktober 2017, 15:41 Uhr

 Einen Tag nach dem Bootsunglück bei Wolgast (Kreis Vorpommern-Greifswald), bei dem bisher zwei Menschen starben, wird ein dritter Urlauber weiter vermisst. Die Suche nach dem 48-Jährigen per Hubschrauber und mittels Schlauchboot und Sonargerät auf dem Peenestrom blieb bisher erfolglos, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Montag sagte. Die Sachsen waren am Sonntag trotz Warnung vor Sturmtief «Herwart» mit einem kleinen Motorboot auf den aufgewühlten Peenestrom hinausgefahren und gekentert.

Bei Wolgast hatten Zeugen am Nachmittag das mit dem Kiel nach oben treibende Motorboot bemerkt und Hilfe gerufen. Retter holten einen 56 Jahre alten Mann und eine 48-jährige Frau bewusstlos und mit starken Unterkühlungen aus dem Wasser und konnten sie wiederbeleben. Beide starben aber danach in Krankenhäusern. Der dritte Urlauber wird seitdem vermisst. Die Überlebenschancen seien sehr gering, hieß es. Alle drei Beteiligten kommen aus der Region Chemnitz.

Der Ausflug mit dem sechs Meter langen Boot mit Außenbordmotor sei angesichts der starken Strömung und des Windes sehr leichtsinnig gewesen, erklärte der Sprecher. Das kleine Boot gehörte dem älteren Mann und war im etwa drei Kilometer entfernten Zecherin gestartet.

Beamte der Wasserschutzpolizei suchten von Land aus auch die Ufer bisher ohne Erfolg ab. Sollte der Vermisste am Montag nicht mehr gefunden werden, soll die Suche in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.

Der Peenestrom verbindet den Fluss Peene und das Achterwasser der Insel Usedom mit der Ostsee. Bei starkem Nordwind treiben Stürme das Ostseewasser aufgrund des geringen Gefälles in den Peenestrom hinein - wie am Sonntag.

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