Fahndung durch Bundes- und Landespolizei : Verkehrsunfallflucht in Torgelow

Alkoholisierter Fahrer leistet Widerstand

svz.de von
17. März 2019, 19:35 Uhr

Am gestrigen Abend (16. März 2019) wurde ein nicht im Dienst befindlicher Beamter der Bundespolizeiinspektion Pasewalk in der Ortschaft Torgelow Zeuge eines Verkehrsunfalls. Ein weißer Ford Transit mit deutschen Kennzeichen fuhr gegen 18:40 Uhr ein Verkehrsschild um und entfernte sich anschließend vom Unfallort in Richtung Pasewalk. Der Bundespolizist informierte sofort die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion Pasewalk. Diese verständigte das Polizeihauptrevier Pasewalk über die Verkehrsunfallflucht. Bundes- und Landespolizisten nahmen gemeinsam die Fahndung nach dem flüchtigen Ford Transit auf. Um 19:04 Uhr wurde der Transporter im Gemeindewiesenweg in Pasewalk festgestellt. Der Wagen war in den gesperrten Baustellenbereich gefahren und hatte sich auf dem dortigen Bahnübergang festgefahren. Einer der Vorderreifen fehlte komplett. Über die Notfallleitstelle der DB AG wurde die sofortige Sperrung der Bahnstrecke Pasewalk - Stettin veranlasst. Der sich bereits in der Anfahrt von Stettin nach Pasewalk befindliche Regionalexpress wurde am Haltepunkt Pasewalk Ost gestoppt. Die Bahnstrecke wurde erst nach der Bergung des Fahrzeuges aus dem Gleis um 19:56 Uhr wieder freigegeben.

Bei dem männlichen Fahrer des Ford Transit handelte es sich um einen britischen Staatsangehörigen, der augenscheinlich stark alkoholisiert war. Er leistete erheblichen Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen. Er bespukte, beleidigte und bedrohte die Polizeibeamten wiederholt massiv. Ein Bundespolizist wurde durch einen Kopfstoß des 57-Jährigen leicht am Kopf verletzt. Die Person wurde in Gewahrsam genommen. Im Anschluss wurde in der Asklepios Klinik Pasewalk eine Blutentnahme zur Feststellung der Alkoholkonzentration im Blut des Mannes durchgeführt. Auch hier sprach er fortlaufend Beleidigungen und Bedrohungen gegen die Polizeibeamten aus.

Die Liste der Straftaten, die dem Mann jetzt zur Last gelegt werden ist lang. Gegen ihn wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort, der Störung öffentlicher Betriebe, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, der Beleidigung, der Bedrohung, der Körperverletzung sowie des Fahrens unter Alkoholeinfluss eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen führt die sachlich zuständige Landespolizeidienststelle.

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