Neubrandenburg : Toter in Gartenanlage: Haftbefehl wegen Totschlags

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Kurz nach Neujahr erschüttert ein Verbrechen die Kleingärtner in Neubrandenburg. Ein 51-Jähriger räumt ein, nach einem Streit in einem Kleingarten einen Bekannten getötet zu haben. Das Amtsgericht erlässt Haftbefehl wegen Totschlags.

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03. Januar 2018, 17:29 Uhr

Der gewaltsame Tod eines Mannes in einer Kleingartenanlage in Neubrandenburg scheint aufgeklärt. Der 51 Jahre alte Tatverdächtige wurde gestern in Untersuchungshaft genommen, wie ein Sprecher des Amtsgerichtes Neubrandenburg sagte. Es sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Es bestehe Fluchtgefahr. Der 51-Jährige habe beim Richter – wie zuvor bei der Polizei – eingeräumt, den 36-Jährigen nach einem Streit um private Dinge am Dienstag getötet zu haben.

Die Obduktion des Toten habe ergeben, dass der 36-Jährige erwürgt worden sei, erklärte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler. In der Kleingartenanlage „Lindetal“ ist man geschockt über den Vorfall, erläuterte der Spartenvorsitzende Detlev Rauch. Diese Männer hätten sich schon öfter gestritten, aber mit so einem Ausgang habe keiner im Verein gerechnet. In der Sparte gibt es 160 Gärten, von denen die beiden Männer je einen bewirtschaftet hatten.  Opfer und Tatverdächtiger sind sogenannte Spätaussiedler aus Russland, inzwischen Neubrandenburger und kennen sich schon länger, wie Zeisler sagte. Bei dem Streit soll es unter anderem um die getrennt lebende Ehefrau des Verhafteten gegangen sein.

Der Geständige hatte nach dem Vorfall selbst die Rettungskräfte gerufen. Diese hatten nicht mehr helfen können, sondern nur noch den Tod des 36-Jährigen festgestellt und die Polizei alarmiert. Vor den Beamten hatte sich der Verdächtige dann in Widersprüche verwickelt, so dass er noch am Tatort festgenommen worden war.

Nach Angaben der Polizei sollen auch Passanten das Opfer in dem Garten in der Anlage am Mühlendamm liegen und den Tatverdächtigen dort gesehen haben.

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