Zwei Verletzte : Schwerer Unfall bei Röbel: Auto setzt Notruf ab

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Foto: Susan Ebel

Die neue eCall-Technologie ist bald Pflicht bei Neuwagen

svz.de von
05. Januar 2018, 20:23 Uhr

Auf der B198 bei Vipperow hat das neue eCall-System heute Abend dafür gesorgt, dass Rettungskräfte umgehend alarmiert werden konnten. Ein 60-jähriger Mann kam in Höhe Vipperower Heide mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn, kollidierte mit einem 40-Tonner, schleuderte gegen eine Bordsteinkante und wieder zurück auf die Gegenfahrbahn wo sich das Fahrzeug dann überschlug. Er und seine 61-jährige Beifahrerin wurden in dem Peugeot 3008 eingeklemmt und mussten von den Einsatzkräften aus dem Fahrzeug befreit werden.

Wie Polizei und Feuerwehr vor Ort schilderten, löste das System "eCall" den Notruf aus. Feuerwehr und Rettungsdienste wurden direkt mit allen wichtigen Informationen versorgt, die zum Unfall wichtig sind. Die Insassen wurden laut eines Notarztes glücklicherweise nur leicht verletzt und kamen mit Rettungswagen ins Klinikum nach Waren.

eCall
Bei einem schweren Autounfall zählt jede Sekunde. Wertvolle Zeit kann verloren gehen, wenn Autofahrer aufgrund von schweren Verletzungen das Handy nicht mehr bedienen können. Die Funktion eCall greift hier automatisch ein, verständigt Rettungskräfte sowie Polizei und übermittelt nicht nur die Standortdaten sondern auch die Schwere des Zusammenpralls. Ab April 2018 ist das System Pflicht - in jedem Neuwagen.


Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Rechlin und Vipperow, sowie ein Rettungswagen aus Mirow und Meyenburg. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von mindestens 25.000 Euro. Die B198 war für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt.

Wie wichtig das neue System ist, hat der schwere Unfall bei Vipperow heute Abend deutlich gezeigt. Das System basiert unter anderem auf Crash-Sensoren, die einen schweren Unfall von einem leichteren Unfall unterscheidet, beispielsweise wenn die Airbags auslösen.

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