Demmin : Polizist bei Gerangel mit mutmaßlichem Reichsbürger verletzt

Silas Stein/dpa

Polizei ermittelt gegen Mann unter anderem wegen Widerstands, Körperverletzung und Beleidigung.

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26. Juli 2019, 17:52 Uhr

Bei der Ingewahrsamnahme eines mutmaßlichen Reichsbürgers in Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist ein Polizist verletzt worden. Der Beamte sei vorläufig dienstunfähig, weil er sich bei dem Gerangel am Donnerstag an Schulter, Knie und Handgelenk verletzt habe, teilte die Polizei am Freitag mit.

Der Mann sollte den Angaben zufolge nahe des Bahnhofs kontrolliert werden, weil er zuvor angeblich zwei Frauen beleidigt hatte, die sich um seinen Hund sorgten. Die Beamten hätten ihn aufgefordert stehen zu bleiben, was er jedoch nicht tat. Stattdessen habe er sie gefilmt.

Der Verdächtige habe sich dabei selbst als Reichsbürger bezeichnet und angekündigt, das Video in eine „Reichsbürgergruppe“ hochladen zu wollen.

Als die Polizisten ihm das Handy entreißen wollten, habe sich der Beamte verletzt. Der Tatverdächtige erlitt laut Ermittlern leichte Abschürfungen und Hämatome am rechten Arm. Das Telefon werde nun ausgewertet, gegen den Mann unter anderem wegen Widerstands, Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Reichsbürger leugnen die Souveränität der Bundesrepublik und lehnen deshalb häufig jede Kooperation mit Vertretern des Staates ab. Immer wieder kommt es dabei auch zu Konfrontationen mit Polizisten.

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