Festnahme : Polizei fasst Automaten-Knacker

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Die Serie gesprengter Automaten in der Hansestadt mit einem Schaden von rund 300 000 Euro ist nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft aufgeklärt.

svz.de von
06. Februar 2018, 12:54 Uhr

Die Rostocker Serie gesprengter Automaten mit einem Schaden von rund 300 000 Euro ist nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft aufgeklärt. Als Verdächtige wurden sechs Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren aus dem Nordwesten der Hansestadt ermittelt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gestern erklärte. Gegen die 17, 19 und 20 Jahre alten mutmaßlichen Haupttäter seien bereits Haftbefehle erlassen worden. Bei mehreren Durchsuchungen in den Wohnungen der Verdächtigen waren Beweismittel, darunter auch Drogen, beschlagnahmt worden.

Die Gruppe soll für insgesamt neun Automatensprengungen von Mitte November 2017 bis Anfang Januar verantwortlich sein, darunter sieben teure Geräte der Rostocker Straßenbahn AG. Einziges Tatmotiv sei die Begleichung von Schulden gewesen, die durch Drogenkäufe entstanden waren.

Hinweise von Zeugen und Ermittlungen, darunter übereinstimmende gesicherte Spuren an den Tatorten, hatten zu mehreren bereits polizeibekannten Verdächtigen geführt. Einer der Männer habe schließlich ein Geständnis abgelegt, wodurch die Bande habe ermittelt werden können.

Für die Sprengungen, die sich meist im Nordwesten Rostocks ereigneten, wurde nach bisherigen Untersuchungen Pyrotechnik verwendet. Die Serie – die Täter agierten meist nachts zwischen 2 und 3 Uhr – hatte für große Unruhe in Rostock gesorgt. Die Straßenbahnbetreiber setzten eine Belohnung von 4000 Euro für Hinweise auf die Täter aus und änderten darüber hinaus ihr Bezahlsystem, sodass kein Bargeld in den Automaten war.

Die Bande soll in unterschiedlicher Zusammensetzung gearbeitet haben. Ein Zusammenhang mit anderen Automatenangriffen in der Region wird noch geprüft.

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