Wismar : Mann rastet im Jugendamt aus und will „alle töten"

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Er griff einen Mitarbeiter mit Pfefferspray an

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22. Februar 2018, 13:06 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat am Donnerstag beim Amtsgericht Wismar Haftbefehl gegen einen 29 Jahre alten Mann aus Wismar wegen des Verdachts der Beleidigung, der Bedrohung und der gefährlichen Körperverletzung beantragt. „Es bestand Fluchtgefahr und Wiederholungsgefahr“, erklärt Oberstaatsanwältin Claudia Lange den Antrag auf SVZ-Nachfrage. „Der Mann ist bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten.“ Das Amtsgericht hat dem Antrag stattgegeben und der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Der 29-Jährige hatte am Mittwoch eine Mitarbeiterin des Jugendamtes aufgesucht. Im Verlauf  des Gesprächs  beleidigte er die Frau und drohte  damit, „alle zu töten“. Aufgrund seines aggressiven Auftretens flüchtete  die Frau auf den  Flur, wo  bereits Kollegen standen, die auf das Geschehen aufmerksam geworden waren. Nachdem ein weiterer Mitarbeiter versucht hatte, beruhigend auf den Tatverdächtigen einzuwirken, soll dieser Pfefferspray aus seiner Hosentasche geholt und dem Mann ins Gesicht gesprüht haben. Anschließend soll er ihm  einen Faustschlag gegen den Kopf versetzt haben. Der Mitarbeiter erlitt, wie zwölf weitere Personen, Atembeschwerden, Reizhusten und tränende Augen. Im Landkreis  komme es immer mal wieder zu „Auseinandersetzungen mit ’dynamischen’ Bürgerinnen oder Bürgern“, sagt eine Sprecherin. Für die Sprechtage sei deshalb  bereits ein Sicherheitsdienst engagiert, der bei  Übergriffen einschreiten könne. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter nach den besten Möglichkeiten geschützt und auf mögliche Vorfälle sensibilisiert  und vorbereitet.

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