Gewitterbilanz in MV : Ein Blitzeinschlag und mehrere Autounfälle

<p>Immer wieder werden die Menschen von plötzlich hereinbrechenden Unwettern überrascht</p>
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Immer wieder werden die Menschen von plötzlich hereinbrechenden Unwettern überrascht

Das plötzlich einsetzende Gewitter über MV hat bislang vor allem Autofahrern zugesetzt

svz.de von
10. Juni 2018, 20:41 Uhr

Nach der langen Trockenphase mit hohen Temperaturen in MV haben die heutigen Unwetter die Menschen offenbar unvorbereitet getroffen. Dies vermeldeten Polizei und Feuerwehr in ihrer Gewitterbilanz.

So gab es am Sonntagnachmittag auf den Autobahnen A19, A20 und A24 vier Unfälle, bei denen die jeweiligen Fahrer aufgrund unangepasster Geschwindigkeit und Nichtbeachtung der Fahrbahn -und Witterungsverhältnisse größere Polizeieinsätze auslösten. Bei dem Unfall auf der A24 verlor der 34-jährige Fahrer aufgrund des Starkregens die Kontrolle über seinen Transporter, geriet ins Schleudern und fuhr gegen die Mittelschutzplanke. In der weiteren Folge überschlug sich das Fahrzeug und kam quer auf beiden Fahrstreifen auf den Rädern zum Stehen.

Hier wurden die fünf Insassen des Fahrzeugs leicht verletzt. Auf der A 19 kam der 35-jährige Fahrer eines Autos infolge des Nichtbeachtens der Fahrbahn -und Witterungsverhältnisse nach rechts von der Fahrbahn ab. Er und seine Beifahrerin wurden leicht verletzt. Auf der A20 gab es gleich zwei Unfälle in unmittelbarer örtlicher Nähe. In einem Fall fuhr der 32-jährige Mercedesfahrer in die Mittelschutzplanke, bei dem zweiten Unfall kam der 52-jährige Fahrer mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab. Bei den Unfällen auf der A20 wurden die jeweiligen Unfallverursacher ebenfalls leicht verletzt.

Auf dem Plätlinsee nahe Wustrow waren außerdem fünf Kanuten gekentert. Die vier Männer und eine Frau konnten sich auf eine nahegelegene Insel retten und setzten dann den Notruf ab. Neben der Feuerwehr kamen auch die DRK Wasserwacht, ein leitender Notarzt (LNA), der Sanitätsdienst aus Neustrelitz und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst zum Einsatz.

Die fünf Kanuten wurden mit Booten der Feuerwehr und der Wasserwacht von der Insel geholt, anschließend versorgt und untersucht. Ob die Kanuten nichts von dem bevorstehenden Unwetter wussten, ist unklar. Insgesamt waren rund 30 Rettungskräfte im Einsatz. Starker Regen erschwerte die Rettungsarbeiten zusätzlich, teilte die Feuerwehr mit.
 

Darüber hinaus kam es nach einem Blitzeinschlag zu einem Schuppenbrand in Laage. Die Feuerwehr konnte den Schuppen schnell löschen und ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindern. Die Anwohner waren zum Zeitpunkt des Blitzeinschlags nicht anwesend.

In Vipperow ist während des Unwetters ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Zu einem Brand kam es nach Angaben der Feuerwehr aber nicht, jedoch flogen die Sicherungen im Haus raus. Ein Mitarbeiter der Edis kommt nun vor Ort und schaut sich den Schaden an.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte, kam es vor allem in Gemeinden südlich und östlich von Schwerin zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Gut ein Dutzend Mal hätten Feuerwehren deshalb ausrücken müssen.

Auch in Mirow wurde durch den Starkregen die Hauptstraße (B198) überflutet.

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