Kriminalität : Drogenhandel-Netzwerk in MV aufgedeckt

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Bei den heutigen Durchsuchungenwurden Drogen im Wert von 75 000 Euro beschlagnahmt und vier Beschuldigte festgenommen.

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18. Juni 2018, 13:30 Uhr

In der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg führt eine Ermittlungsgruppe seit Oktober vergangenen Jahres ein äußerst komplexes Ermittlungsverfahren.

Am heutigen frühen Morgen wurden im Rahmen dieses Verfahrens, nach Beschlüssen des Amtsgerichts Neubrandenburg, zeitgleich insgesamt 15 Objekte durchsucht. Das Gros dieser Objekte befindet sich ländlich gelegen in Mecklenburg-Vorpommern, vornehmlich im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Jedoch wurden auch Gebäude in der Hansestadt Hamburg und in Sachsen Anhalt durchsucht.

Den Ermittlern ist es mit diesem Schlag vermutlich gelungen, ein Netzwerk des Drogenhandels aufzudecken. Es besteht der Verdacht, dass sich zwölf Beschuldigte (davon eine Frau) im Alter von 23 bis 48 Jahren zusammengeschlossen haben, um Betäubungsmittel gewerbs- und bandenmäßig gewinnbringend zu veräußern. Dabei gingen die Mitglieder dieses Netzwerkes arbeitsteilig vor.

Bei den heutigen Durchsuchungen befanden sich ca.160 Beamte im Einsatz, davon über 130 Beamte in Mecklenburg-Vorpommern. Es wurden Betäubungsmittel im Wert von etwa 75.000 EUR beschlagnahmt. Darunter befanden sich etwa 8 kg Marihuana, ca. 1,5 kg Amphetamine, ca. 220 g Kokain und Ecstasy-Tabletten mit einem Gewicht von etwa 830 g. Die Betäubungsmittel müssen noch genau gewogen und analysiert werden. Darüber hinaus wurden auch nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände, wie zum Beispiel eine Rauchgranate, sichergestellt.

Heute wurden vier Beschuldigte im Alter von 27, 29 und 35 Jahren vorläufig festgenommen. Gegen einen 27-Jährigen wurde durch den zuständigen Richter am Amtsgericht Neubrandenburg bereits Haftbefehl erlassen. Gegen einen weiteren 27-Jährigen bestanden bereits zwei Haftbefehle aufgrund einer Ersatzfreiheitsstrafe in anderer Sache. Bei den drei Beschuldigten dauert die Prüfung des Antrages auf Erlassung eines Haftbefehls derzeit an, es wird jedoch unaufgefordert nachberichtet.

Das Ermittlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Es stehen noch umfangreiche Prüfungs- und Auswertemaßnahmen, sowie zahlreiche Vernehmungen an.

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