Scheune brennt ab : Brandstiftung in Granzin

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Foto: Michael-Günther Bölsche

Feuer in einer Scheune wurde vermutlich von einem angetrunkenen und offenbar verwirrten Mann gelegt. Schaden etwa 50 000 Euro

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16. Mai 2018, 07:40 Uhr

Schon wieder ein   Großeinsatz   für  die  ehrenamtlichen   Helfer  der Feuerwehren  der Region Lübz.  Denn am Dienstagabend  zündelte  ein  67-Jähriger   in Granzin,  der angetrunkene  und offenbar  verwirrte   Mann  setzte eine Scheune  in Brand. Dass  der  mutmaßliche Brandstifter erwischt wurde, ist  nur  ein schwacher Trost. Der Dachstuhl   des Gebäudes  wurde   zerstört,  der Sachschaden wird auf 50000 Euro geschätzt.

Die Sonne  war  gerade  erst untergegangen, da  heulten am Dienstagabend   in Granzin, Greven, Lübz, Lutheran und Broock sowie in der Gemeinde Obere Warnow die Sirenen: Um 21.30 Uhr wurden   die  Feuerwehren  zu  dem Brand   nach Granzin gerufen.  Schnell waren 77  Kameraden mit insgesamt 14 Fahrzeugen vor Ort und nahmen die Brandbekämpfung auf. Doch es  ging  nicht   nur  um die   in Flammen stehende Scheune. Weitere Gebäude  auf  dem   Hof waren gefährdet, ein Übergreifen  der Flammen  musste verhindert werden. Da moderne Löschfahrzeuge mit Wassertanks ausgestattet sind, konnte schnell mit dem Löschen begonnen werden. Andere Kameraden bauten eine Wasserentnahme aus   einem nahen Teich  auf.

Trotz des engagierten Einsatzes der Kameraden, zum Teil unter Atemschutz, konnte ein Abbrennen des Dachstuhles nicht verhindert werden. Da  zudem  an  dem Backsteingebäude Einsturzgefahr bestand, war ein Begehen des Brandortes nicht möglich. Um das restliche Feuer   zu  ersticken,  wurde  einen Schaumteppich auf  den Brandherd gelegt. Kurz nach 1 Uhr  war der Einsatz vorerst beendet. Wenige Minuten vor 6 Uhr   wurden die Kameraden der Granziner Feuerwehr  jedoch  nochmals  zum Brandort gerufen. Eine Nachschau stand an, da Rauch  aus der Ruine  aufstieg.  Im Hellem war  auch das Ausmaß der Zerstörung zu erkennen, der angerichtete  Sachschaden wird  auf  50000 Euro geschätzt. 

Die Polizeibeamten des Kriminaldauerdienstes nahmen noch in der Nacht ihre Ermittlungen auf.  Dabei steht  so gut wie  fest, dass  es Brandstiftung war. Denn den Einsatzkräften war ein 67-Jähriger auf einer angrenzenden Wiese aufgefallen. Auf Grund von Erzählungen des anscheinend alkoholisierten Mannes kam bei den Kameraden schnell der Verdacht auf, es mit dem mutmaßlichen Brandstifter zu tun zu haben. Der Mann wurde der Polizei übergeben, die auch einen Atemalkoholwert von mehr als einem Promille bei dem Mann feststellte. Der polizeilich bekannte Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen.   Erhärtet wurde der Verdacht  zudem durch Zeugenhinweise, die den alkoholisierten Mann vor  dem Ausbruch des Feuers  in der Nähe  gesehen hatten.

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