Stolpe : A24 nach Lkw-Unfall mehrere Stunden gesperrt

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Michael-Günther Bölsche

Der Verkehr wurde zunächst ab Suckow umgeleitet und über Parchim in Neustadt-Glewe wieder auf die A24 geführt.

von
20. April 2020, 08:22 Uhr

Für eine stundenlange Vollsperrung und hohem Sachschaden sorgte am Montagmorgen ein Verkehrsunfall auf der A24 zwischen den Abfahrten Parchim und Neustadt-Glewe. Die Sperrung wurde erst am Nachmittag wieder aufgehoben.

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Der Fahrer war mit dem Sattelzug gegen 7 Uhr kurz hinter der Abfahrt Parchim (Groß Godems) aus bislang unbekannter Ursache auf ein Baustellenfahrzeug mit einem Schilderwagenanhänger aufgefahren. Der Aufprall war so heftig, dass das Baustellenfahrzeug einmal gedreht wurde und dann seitlich im Straßengraben landete. Der Schilderwagenanhänger blieb total zerstört auf der Fahrbahn liegen. Etliche Fahrzeugteile lagen meterweit im Unfallbereich verstreut.

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Der unfallverursachende Laster kam einige Meter weiter auf der Überholspur zum Stehen. Während das Vorderteil komplett zerstört wurde, hatte der polnische Fahrer großes Glück. Er wurde nach erster Einschätzung vor Ort nur relativ leicht verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert.

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Neben dem Notarzt und dem DRK-Rettungsteam waren auch insgesamt 37 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Groß Godems, Stolpe und Parchim im Einsatz. Gemeinsam wurde die Unfallstelle abgesichert, ausgelaufene Betriebsstoffe gebunden und der Dieseltank des Baustellenfahrzeugs abgepumpt. Zur Sicherheit haben Kameraden auch weitere Gefahrstoffe wie Farben unter Schutzanzug aus dem Baustellenfahrzeug gesichert. „Diese waren schon verbeult und ehe die Stoffe auslaufen, haben wir diese gesichert“, erläutert Jörg Lampe von der FFw Parchim.

Den Sachschaden bezifferte die Polizei nach erster Einschätzung mit etwa 100 000 Euro. Da die A 24 stundenlang voll gesperrt wurde, führte die Umleitung von der Abfahrt Suckow über Parchim bis nach Neustadt-Glewe und sorgte auch in der Kreisstadt für deutlich erhöhten Verkehrsfluss.

Als sehr lobenswert bezeichneten die Einsatzkräfte das Verhalten der übrigen Verkehrsteilnehmer auf der A 24. „So eine vorbildliche Rettungsgasse sieht man sehr selten, sie war breit und auch frei und wir wurden weder durch Fahrzeuge noch durch Gaffer behindert“, so Volker Hecht von der Feuerwehr Stolpe.

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