Verdacht auf Brandstiftung : Wieder Feuer in Putenmastanlage

In einer großen Putenmastanlage im Kreis Vorpommern-Greifswald ist in der Nacht zu Freitag erneut ein Stall abgebrannt.

svz.de von
09. November 2018, 08:53 Uhr

In einer großen Putenmastanlage in Heinrichswalde (Kreis Vorpommern-Greifswald) ist in der Nacht zu Freitag erneut ein Stall abgebrannt. „Wir ermitteln jetzt wegen des Verdachts der Brandstiftung“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Neubrandenburg. Menschen oder Tiere wurden bei dem Feuer am frühen Freitagmorgen nicht verletzt. Der Schaden wird auf 100 000 Euro geschätzt. Erst am Mittwoch war dort ein benachbarter, rund 80 Meter langer Putenstall - mit Stroh, aber noch ohne Tiere - abgebrannt. Der Gesamtschaden liegt bei dem Stall laut Polizeisprecher bei 150 000 Euro. 

Die riesige Mastanlage hatte im November 2014 für Schlagzeilen gesorgt. Damals war dort zum ersten Mal in Deutschland die Vogelgrippe mit dem H5N8-Erreger ausgebrochen. Rund 31 000 Puten und das gesamte Geflügel in Heinrichswald wurden damals getötet.

Ein Brandgutachter soll beide Stallruinen nun genauer untersuchen. Nach Angaben des Betreibers sollten am Freitag Puten in den Stall gebracht werden, der zuletzt abgebrannt ist. Ein Anwohner hatte gegen 3.50 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Mehrere Feuerwehren konnten erneut ein Übergreifen der Flammen auf weitere Ställe verhindern.

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