Insel Usedom : Tatverdächtiger nach sexueller Nötigung gestellt

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Erpressung mit kompromittierenden Bilder und Videos der Geschädigten

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17. Juni 2019, 15:45 Uhr

Eine 23-jährige Geschädigte erschien im Polizeirevier Wolgast und gab an, dass sie sexuell genötigt wird. Seit Anfang Juni forderte ein unbekannter Mann sexuelle Handlungen von ihr, ansonsten würde er kompromittierende Bilder und Videos von der Geschädigten veröffentlichen. Er trat mit dem Opfer über das soziale Netzwerk Facebook in Kontakt und unterließ seine Forderung trotz mehrfacher Bitten der Geschädigten nicht.

Fake-Account verwendet

Die Beamten stellten schnell fest, dass es sich bei dem Nutzerprofil um einen sogenannten Fake-Account handelte, der Tatverdächtige nutzte ein Pseudonym. Trotz umfangreicher Ermittlungen gelang es den Beamten nicht, die wahre Identität des Tatverdächtigen zweifelsfrei festzustellen.

Treffen mit Verdächtigen arrangiert

Daher wurde unter Mitwirkung der 23-jährigen Geschädigten ein Treffen mit dem Tatverdächtigen angebahnt. Uniformierte und zivile Beamte des Polizeireviers, des Kriminaldauerdienstes und der Gemeinsamen Diensteinheit arbeiteten dabei eng und koordiniert zusammen. Die Geschädigte wurde nicht aus den Augen gelassen.

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Tatsächlich erschien der Tatverdächtige am Treffpunkt in Bansin auf Usedom und konnte durch die eingesetzten Kräfte am Abend des 08.06.19 festgestellt werden. Es handelt sich um einen 29-jährigen Mann von der Insel Usedom, der bereits mehrfach polizeibekannt ist.

Beweismittel werden noch ausgewertet

Sein Handy wurde sofort sichergestellt. Einer Durchsuchung seiner Wohnung stimmte er freiwillig zu. Dort wurden Beweismittel sichergestellt, die sich teilweise noch in der Auswertung im LKA befinden.

Zunächst bestand der Verdacht, dass es noch einen weiteren Tatverdächtigen geben könnte, daher konnte der Sachverhalt noch nicht veröffentlicht werden. Dieser Verdacht konnte nicht erhärtet werden.

Weitere Frauen betroffen?

Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen zur Nötigung auf sexueller Grundlage aufgenommen. Es besteht der Verdacht, dass drei weitere Frauen (darunter zwei Jugendliche) betroffen sein könnten. Hier stehen die Ermittlungen jedoch erst am Anfang.

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