Täter aus Neubrandenburg : Mann muss nach tödlichen Stichen auf Ehefrau lebenslang in Haft

Ronald Wittek.JPG

Mit dem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.

von
05. Juni 2019, 17:10 Uhr

Nach einer tödlichen Messerattacke auf seine Frau hat das Landgericht Lüneburg einen 48-Jährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann habe die 40-Jährige im Mai vergangenen Jahres in Winsen (Luhe) mit mindestens acht Messerstichen heimtückisch getötet, urteilte das Gericht am Mittwoch. Das aus Neubrandenburg stammende Paar lebte getrennt.

Laut Anklage hatte die 40-Jährige ihrem Mann am Tattag gesagt, dass es bei der Trennung bleibe und sie sich eine Beziehung mit einem anderen Mann vorstellen könne. Der Mann hatte im Prozess die Messerstiche zugegeben. Er habe aber aus Notwehr gehandelt, weil seine Frau ein Messer in der Hand gehabt und er sich bedroht gefühlt habe.

Durch die Gartentür ins Haus

Mit dem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes aus Heimtücke gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte auf Totschlag. Zu der Tat sei es im Affekt und im Zustand der verminderten Schuldfähigkeit gekommen, erklärte sie.

Am Tattag war der laut Polizei betrunkene Mann durch die unverschlossene Gartentüre ins Haus gekommen, in dem sich seine Frau und die beiden Kinder des Paars aufhielten. Nach dem tödlichen Streit wählte der Mann selbst den Notruf. Trotz der Rettungsmaßnahmen starb die Frau kurz nach der Tat in einem Hamburger Krankenhaus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen