Stavenhagen : Wieder Strohballen angezündet - Brandstifter beschäftigen Polizei

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Im Nordosten herrscht zur Zeit eine erhöhte Brandgefahr auf den Wiesen. Trotz der Warnungen machen Polizei und Feuerwehren immer wieder Brandstifter zu schaffen.

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08. April 2019, 21:33 Uhr

Ungeachtet einer teils hohen Brandgefahr auf Wiesen und in Wäldern haben Unbekannte an der Mecklenburgischen Seenplatte erneut Feuer gelegt. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, wurden nördlich von Stavenhagen sechs jeweils mehr als 100 Meter voneinander entfernte Heuballen angezündet. Feuerwehrleute verhinderten am Sonntag eine weitere Ausbreitung der Flammen. Das Motiv für die Brandstiftung unweit der Bundesstraße 194 sei unklar.

Mehrere Brände am Wochenende

Erst vor wenigen Tagen hatten Unbekannte etwa 250 Ballen bei Neubrandenburg angezündet. In dem Zusammenhang fahndet die Polizei nach einem etwa zehnjährigen Jungen, der in der Nähe des Brandortes gesehen wurde, hieß es am Montag. Am Wochenende hatten zudem trockene Wiesen- und Waldfläche bei Rechlin gebrannt, zuvor waren mehrere Strohlager südlich der Müritz in Flammen aufgegangen. Auch im Süden Vorpommerns brannte ein Waldstück.

Warnstufe 3 von 5

Im Süden Mecklenburg-Vorpommerns, darunter auch an der Seenplatte, liegen die kritischsten Brandrisikogebiete des Landes, wo vorrangig Nadelwälder stehen. Im April ist die Brandgefahr laut dem Agrarministerium wegen der abgestorbenen Gräser aus dem Vorjahr in der Region immer sehr hoch. So herrscht in den Forstämtern Mirow (Mecklenburgische Seenplatte) und Jasnitz (Ludwigslust-Parchim) bereits Warnstufe 3 von insgesamt 5 Waldbrandwarnstufen.

In und um Torgelow im Süden Vorpommerns stieg die Warnstufe am Montag auf Stufe vier. Landesweit gab es laut dem Schweriner Agrarministerium bereits sechs Wald- und Ödlandbrände, wobei knapp vier Hektar Wald betroffen waren.

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