Rostock : Betrüger versuchen gleich sieben Mal ihr Glück

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Mit verschiedenen Methoden wollen die Täter Rostocker um ihr Geld bringen.

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23. Juli 2020, 15:44 Uhr

Rostock | Gleich sieben Trickbetrugsversuche an einem Tag wurden der Rostocker Polizei gemeldet. Am Mittwoch versuchten die Täter, an das Geld von vornehmlich älteren Personen im Alter von 70 bis 97 Jahren zu kommen. Dabei tischten sie ihren Opfern, die aus dem gesamten Stadtgebiet stammen, verschiedene Geschichten auf, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

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Im Stadtteil Stadtmitte beabsichtigte so zum Beispiel eine vermeintliche Enkelin eine Wohnung zu kaufen, für die sie Geld bräuchte und dieses in 40 Minuten abholen wollte. Außerdem hatte eine angebliche Sportfreundin vor, sich einfach Geld zu borgen. Im nächsten Fall, so die Polizei, sollte die Angerufene 85.000 Euro als Kaution hinterlegen oder stattdessen den Schmuck herausgeben. Darüber hinaus hatte ein Verwandter einen Unfall und um seinen Führerschein behalten zu können, benötigte er Geld.

Dunkelziffer der Trickbetrugsfälle vermutlich weit höher

In Lichtenhagen gab sich eine Anruferin als Mitarbeiterin einer Lotteriegesellschaft aus und teilte mit, dass der Angerufene seine Rechnungen für sein abgeschlossenes Abo in Höhe von 900 Euro bezahlen soll. Im Stadtteil Lütten Klein benötigte eine mutmaßliche Enkelin 25.000 Euro, da sie jemanden überfahren hätte. Und in Dierkow-Neu verlangte eine fingierte Tochter 35.000 Euro vom Angerufenen.

In allen Fällen durchschauten die Angerufenen die erfinderischen Trickstraftaten, beendeten das Gespräch einfach auf und informierten die Polizei. Die Beamten gehen von einer weit höheren Dunkelziffer aus - von Trickstraftaten die gar nicht erst angezeigt werden.

Aufgrund der aktuell laufenden Betrugsversuche macht die Polizei darauf aufmerksam, insbesondere mit älteren Verwandten, Bekannten oder Freunden zu sprechen und sie auf diese Art von Betrugsdelikten aufmerksam zu machen und davor zu warnen.

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