Löcknitz bei Pasewalk : Nach Attacke auf Polizisten: Rechtsextreme auf freiem Fuß

Rechtsextreme Gewalt ist nicht nur in MV ein Problem. Das neue Verfassungsschutzgesetz soll den Kampf gegen jede Form der extremistischen Gewalt und des Terrors verbessern.
Rechtsextreme Gewalt ist nicht nur in MV ein Problem. Das neue Verfassungsschutzgesetz soll den Kampf gegen jede Form der extremistischen Gewalt und des Terrors verbessern.

Mit 19 Einsatzfahrzeugen vor Ort: Massiver Widerstand gegen Polizisten bei einem rechten Szenetreff.

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16. Februar 2020, 18:36 Uhr

Nach der gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Polizisten und Angehörigen der rechten Szene am Wochenende in Löcknitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind die Verdächtigen wieder auf freiem Fuß. Die Polizei ermittelt aber weiter wegen einer Reihe von Delikten, darunter Beleidigung und Landfriedensbruch, wie eine Polizeisprecherin am Montag in Neubrandenburg sagte.

Unter Verdacht stehen ein 28-jähriger aus Nordrhein-Westfalen und ein 51 Jahre alter Mann aus Löcknitz, der mehrere Jahre für die rechtsextreme NPD im Gemeinderat gesessen hatte.

Nach Angaben der Polizei hatte eine Streife in der Nacht zu Sonntag ein größeres Lagerfeuer in einer Garagensiedlung bemerkt, die als Treffpunkt der rechte Szene bekannt ist. Als die Beamten die Personalien der etwa zwölf Teilnehmer feststellen wollten, sei ein Auto losgefahren, das aber gestoppt wurde. Der 28-jährige Insasse habe eine Kontrolle verweigert und unter anderem einem Beamten gegen den Kopf getreten. Ihm seien Handschellen angelegt worden.

Dann sei die Gruppe dazugekommen und der 51-Jährige habe versucht, den Bekannten gewaltsam zu befreien. Dabei wurden drei Beamte - eine Frau und zwei Männer - verletzt, ein Polizeiwagen beschädigt und der 51-Jährige festgenommen. Beide Männer seien im Laufe des Sonntags wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ihnen wird auch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Bedrohung vorgeworfen. Insgesamt waren 19 Streifenwagen im Einsatz.

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