Enkeltrickbetrug : Rentner in Rostock und Güstrow um 40.000 Euro gebracht

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Innerhalb von 24 Stunden gingen etliche Anzeigen wegen Betrugs bei der Polizei ein.

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23. Juli 2020, 17:47 Uhr

Rostock | Nachdem Trickbetrüger am Mittwoch gleich mehrmals erfolglos versucht haben, Rostocker um ihr Geld zu bringen, gelang es ihnen in zwei Fällen aber dennoch. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, gingen innerhalb von 24 Stunden etliche Betrugsanzeigen im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Rostock ein. In den entsprechenden Fällen haben Opfer Bargeld in fünfstelliger Höhe an die Betrüger übergeben.

So händigte ein Rostocker Ehepaar, 79 und 85 Jahre alt, 20.000 Euro an einen Unbekannten aus. Eine Anruferin hatte sich zuvor am Telefon als deren angebliche Nichte ausgegeben und erklärte, dass sie für einen Gerichtstermin umgehend Bargeld für die Begleichung von Schulden benötige. Abgeholt wurde das Geld dann von einem Mann, der sich als Mitarbeiter des Gerichts ausgab.

Falsche Polizisten überrumpelt 84-Jährigen

Ebenfalls 20.000 Euro hat ein 84-jähriger Güstrower verloren, der am Donnerstag Opfer von Betrügern wurde, die sich Polizisten ausgegeben haben. Zunächst rief eine Frau bei dem Rentner an und stellte sich als Polizistin aus Greifswald vor. Der Güstrower war völlig überrumpelt und händigte kurz darauf das Geld einem Unbekannten an seiner Wohnungstür aus.

In beiden Fällen ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Rostock. Vor allem ältere Menschen werden immer wieder gezielt von Betrügern ausgesucht und mit den unterschiedlichsten Maschen - wie dem klassischen Enkeltrick oder als falsche Polizisten - unter Druck gesetzt.

Trickbetrug

Das rät die Polizei

  • Seien sie misstrauisch, insbesondere wenn sich Personen am Telefon nicht mit Namen vorstellen und sich als Bekannte oder Verwandte ausgeben.
  • Beenden Sie das Gespräch, wenn Ihnen der Anruf verdächtig vorkommt und Geld gefordert wird.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Machen Sie keine Angaben zu familiären oder finanziellen Verhältnissen.
  • Vertrauen Sie nicht den im Display angezeigten Telefonnummern. Diese könnten vorgetäuscht sein.
  • Im Zweifel sollten Sie immer den Notruf der Polizei wählen.
Weitere Informationen zum Thema Trickbetrug finden Sie im Internet unter https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/


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